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Nein zu Frauenfeindlichkeit und Rassismus auf höchster Ebene!

GEMEINSAMES STATEMENT

(10.6.2021) WIDE und weitere Frauenrechtsorganisationen und -Verbände verurteilen die frauenfeindlichen und rassistischen Äußerungen des (derzeit suspendierten) Leiters der Strafrechtssektion im Justizministerium, Christian Pilnacek, in einem Chat mit dem (inzwischen zurückgetretenen) Ex-ÖVP-Justizminister und Richter am Verfassungsgerichtshof, Wolfgang Brandstetter, bezogen auf zwei weibliche Mitglieder des Verfassungsgerichtshofs, darunter die Vize-Präsidentin des VfGH, auf das Schärfste.

Die Äußerungen werfen ein Blitzlicht auf misogyne und rassistische Einstellungen bis in die obersten Etagen des österreichischen Rechtssystems.

Diskriminierende Einstellungen und Äußerungen wie die bekannt gewordene Unterhaltung „unter Männern“ sind Teil der berühmten „gläsernen Decke“, an die Frauen und Angehörige von Minderheiten im Berufsleben so häufig stoßen. Dass sich Frauen beruflich qualifizieren, Leitungspositionen einnehmen und in der Öffentlichkeit tätig sind, sollte heutzutage selbstverständlich sein – ist es aber nicht. Erst recht nicht, wenn frau „schwarz“ ist. Davon haben jetzt immerhin viele Menschen erfahren.

Die unterzeichnenden Organisationen begrüßen die prompte und unmissverständliche Kritik durch den Präsidenten des Verfassungsgerichtshof und anderer Vertreter*innen von Justiz und Politik. Es ist ein wichtiges Signal an hochrangige Beamt*innen und Repräsentant*innen der Republik, dass Äußerungen dieser Art nicht hingenommen werden, sondern Konsequenzen haben.

Für uns alle geht es darum, in Fällen wie dem bekannt gewordenen ebenso wie im Alltag dagegenzuhalten, wenn Mädchen oder Frauen*, die über keine besondere berufliche Stellung verfügen, oder zum Beispiel sichtbare Muslim*innen verächtlich gemacht werden.

Es geht um den Respekt vor den Menschenrechten und der Menschenwürde – das nicht zu viel verlangt von hochrangigen Repräsentant*innen des Staates!

Wir weigern uns, in Zukunft Männer und Personen egal welchen Geschlechts, die sich über Frauen, Menschen anderer Hautfarbe oder Personen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer „anderen“ sozialen Gruppe verächtlich äußern, als Autoritäten zu akzeptieren! Wo wären diese selber ohne den Beitrag der Frauen?

Es wird Zeit, in Zukunft vor der Beförderung in höchste Ämter mit Vorbildwirkung die Bewerber*innen auf ihre Tauglichkeit für geschlechtergerechtes und antirassistisches Handeln zu überprüfen, auf der Basis von Kriterien für das Amt, in denen Kenntnisse und Praxis im Bereich der Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, Gleichbehandlung und sozialem Engagement ein hoher Stellenwert zukommt.

„Black lives matter“, und Frauen* verlangen Respekt!

Das Statement wird unterstützt von:

  • Allianz GewaltFREI leben
  • AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
  • AK Frauenabteilung
  • Evangelische Frauenarbeit
  • FEM.A – Verein Feministische Alleinerzieherinnen
  • Femme Fiscale
  • Frauenhetz, feministische Bildung, Kultur und Politik
  • Frauen*solidarität
  • Institut Frauen*Stadt
  • Österreichischer Frauenring
  • One Billion Rising Austria
  • Plattform 20000frauen
  • Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen
  • WIDE – Entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven

Hintergrund:

ORF (2.6.2021): Pilnacek-Chats – „Missratene“ WKStA, VfGH „nach Kuba“, https://orf.at/stories/3215690/

Statement als pdf: Nein zu Frauenfeindlichkeit und Rassismus auf höchster Ebene!

10. Juni 2021 More

Bildergalerie Mehr für Care 29.5.2021

Aktionstag in Wien


alle Fotos: © Bettina Frenzel

29. Mai 2021 More

Mehr für Care

Neue Webseite hier: https://mehr-fuer-care.at/

27. Mai 2021 More

Mitmachen – Toolkit für Aktionen

Bringen wir gemeinsam die Steine ins Rollen.

Wir Frauen* – Pflegefachkräfte, Pädagog*innen, „Systemerhalter*innen“, Alleinerzieher*innen, Mütter, Töchter, Partner*innen – leisten tagtäglich unbezahlte und bezahlte Sorgearbeit. Unsere Arbeit und Tätigkeit ist das Fundament jedes Lebens und jeder Gesellschaft.
Wir wollen endlich eine Wirtschaft, die unsere Care-Arbeit ins Zentrum stellt.
Wir wollen, dass die Regierung endlich viel mehr Geld in die Hand nimmt und aktiv
wird

  • Für mehr Pflegefachkräfte, Pädagog*innen und Fachkräften für Integration und Vielfalt

  • Für bessere Arbeitsbedingungen, kürzere Arbeitszeiten und höhere Löhne bei Care Berufen

  • Für eine armutsfeste Grundsicherung für Alleinerzieher*innen und Kinder

  • Für ganzjährige Betreuungs- und Bildungsplätze für alle Kinder sowie öffentliche Pflegeleistungen

  • Für mehr Gewaltschutzeinrichtungen für Frauen und Mädchen

  • Für eine gerechte Verteilung der unbezahlten Sorgearbeit

Schaffen wir gemeinsam Mehr Platz für Care!
Schaffen wir gemeinsame eine Wirtschaft, die für alle sorgt.

Sei dabei! Werde aktiv!
Damit wir die großen Steine, die das bis jetzt behindert haben, gemeinsam ins
Rollen bringen.

Aktionstage am 29. Mai und 19. Juni 2021.
Wien, Graz, Salzburg, Mödling

Du willst in deiner Gemeinde auch eine Mehr für Care Aktion starten? In unserem Mehr für Care Toolkit findest du Ideen und Anregungen für eine einfache, aber wirkungsvolle Aktion!

 Download Toolkit hier!

7. Mai 2021 More

Konferenz Februar 2021

Eine Initative von Femme Fiscale. Femme Fiscale ist eine Initiative von Gruppen und Netzwerken, die sich für geschlechtergerechte Steuer- und Budgetpolitik einsetzt: Mit dabei sind unter anderem: Attac, Österreichischer Frauenring, Plattform 20000frauen, Katholische Frauenbewegung Österreichs, Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen, OBRA – One Billion Rising Austria, WIDE – Entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven

Entwickeln wir gemeinsam Strategien zur Stärkung einer Wirtschaft, die für alle sorgt

Interaktive Online Konferenz am 11. und 17. Februar 2021

Es ist höchste Zeit für Veränderung: Die Regierung nimmt derzeit viel Geld in die Hand, aber jene, die es am dringendsten brauchen – unter anderem Alleinerzieher*innen, Pflegekräfte, „Systemerhalter*innen“ – erhalten davon kaum etwas. Wie kann es sein, dass vor allem Frauen*, die noch mehr Lasten als bisher schultern, jetzt im Stich gelassen werden und schauen müssen, wie sie über die Runden kommen? Wir nehmen das nicht weiter hin! 

Details zu Inhalt und Programm -> hier als pdf zum Anschauen und Downloaden

Videomitschnitte der Konferenz:
Panel 1: https://youtu.be/IZ5vED1c_-s
Panel 2: https://youtu.be/BTpLS1BWCts

 

 

5. Mai 2021 More

Die Katholische Frauenbewegung fordert einen Systemwandel / Presseaussendung vom 5.3.2021

Systemwandel: Programm für Kirche und Gesellschaft

Katholische Frauenbewegung Österreichs zum Internationalen Frauentag 2021

[Wien, 5.3.2021, PA] Einen „Systemwandel“ in Kirche wie Gesellschaft fordert die Katholische Frauenbewegung Österreichs anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März: „Hier wie dort braucht es grundlegende Veränderungen, um den Anspruch von Frauen auf gleiche Würde und gleiche Rechte in gelebte Praxis zu übersetzen“, so die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Angelika Ritter-Grepl. Im Bereich der Kirche bedeute das in erster Linie eine Abkehr von klerikalen Machtstrukturen und die Öffnung der Ämter für Frauen, auf gesellschaftlicher Ebene vor allem eine geschlechtergerechte Verteilung von Arbeit, Einkommen und Vermögen. „Unsere Authentizität als Katholische Frauenbewegung beruht darauf, in beiden Welten gleichermaßen für den notwendigen Wandel einzutreten, eng vernetzt sowohl innerhalb der Kirche als auch mit der Zivilgesellschaft“, so Ritter-Grepl.

So erkläre sich die Katholische Frauenbewegung solidarisch mit den vielen Frauen aus der Mitte der Kirche, die sich derzeit in der Initiative „Maria 2.0“ engagieren und kürzlich mit einem Anschlag von „Thesen“ an rund 1000 Kirchentüren in Deutschland grundlegende Reformen in der katholischen Kirche eingefordert haben. „Wir begrüßen Schritte wie sie die deutsche Bischofskonferenz derzeit geht, etwa mit der Entscheidung für einen ‚synodalen Weg‘, also eine strukturierte Reformdebatte von Klerikern und Laien, oder der Wahl von Beate Gilles zur ersten Frau an der Spitze des Generalsekretariats der deutschen Bischofskonferenz.“ Das Beispiel von Ordensfrauen ermutige und stärke in den gemeinsamen Bemühungen um Reformen. International schreite man voran in Verbänden katholischer Frauenorganisationen wie etwa der Weltunion WUCWO (world union of catholic women´s organisations), die sich derzeit u.a. mit der Lektüre der jüngsten Enzyklika von Papst Franziskus durch die Geschlechterbrille befasst.

Auf gesellschaftlicher Ebene sieht die Katholische Frauenbewegung den gegenwärtig dringendsten Reformbedarf bei der Bewertung und Verteilung von Arbeit. „Unter den Bedingungen der Corona-Pandemie sind bestehende Missstände schärfer den je hervorgetreten“, so Angelika Ritter-Grepl, die Last der Krise vor allem Frauen aufgeschultert worden: „Care-Arbeit muss aufgewertet und geschlechtergerecht verteilt werden, Frauen wie Männer brauchen die Chance, sich gleichermaßen am Erwerbsarbeitsmarkt zu beteiligen und Einkommen zu lukrieren. Bezahlte wie unbezahlte Arbeit müssen Frauen und Männern in gleichem Maße zugänglich sein.“ Die Katholische Frauenbewegung fordert als Unterstützerin der Initiative „Mehr für Care“ nachhaltige Investitionen des Staates in den Care-Sektor, ein „feministisches Konjunkturpaket“, das dazu beitragen soll, die gegenwärtige Krise solidarisch zu bewältigen. Dazu gehöre, über das Steuersystem für mehr Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen.

In ihrer jährlichen Sommerstudientagung im Juli wird die Katholische Frauenbewegung Österreichs unter dem Titel „WomEn are the change“ den notwendigen Wandel in Kirche wie Gesellschaft diskutieren. Die globale Dimension eines notwendigen „Systemwandels“ auf sozialer, ökonomischer wie ökologischer Ebene bearbeitet die Katholische Frauenbewegung Österreichs kontinuierlich im Rahmen ihres entwicklungspolitischen Engagements mit der „Aktion Familienfasttag“. Am 9. März lädt sie anlässlich des Internationalen Frauentags gemeinsam mit Oikokredit Austria und dem Frauen*zentrum ega zu einem webinar über „Wirtschaftliches Empowerment von Frauen im globalen Süden“ (Anmeldung: http://bit.ly/WirtschaftlichesEmpowerment

Rückfragen bei:

Mag.a Elisabeth Ohnemus
Pressereferentin
Katholische Frauenbewegung Österreichs

5. März 2021 More

Diskussionen 2021

Feministische Bündnisse über Generationen – aber wie?

Diskussion der Plattform 20000frauen, 24. Februar, 18 Uhr

Feministische Forderungen werden in der Pandemie kaum gehört – dabei sind sie dringender denn je. Denn die Kosten und Belastungen durch die Corona-Krise sind sehr ungleich verteilt: Menschen in Gesundheitsberufen, Armutsbetroffene (überwiegend Frauen) oder Alleinerzieherinnen sind an ihrer Belastungsgrenze, die unbezahlte Care-Arbeit von Frauen trägt uns durch die Krise.

Wir sind überzeugt: Es braucht nicht den „Normalzustand“, sondern das gute Leben für alle. Deshalb wollen wir all die vielfältigen feministischen Forderungen sichtbar und hörbar machen und politischen Druck erzeugen. Und uns fällt dabei auf: In Österreich, speziell in Wien, gibt es viele feministische Bündnisse und Initiativen, die meist sehr altershomogen sind.

Wir möchten deshalb mit euch diskutieren: Wie können wir über Generationen hinweg Bündnisse schließen? Wie können wir solidarisch handeln? Welche positiven Beispiele altersgemischter feministischer Initiativen kennt ihr und was können wir von ihnen lernen? Und gibt es tatsächlich Themen, die feministische Generationen trennen?

28. Februar 2021 More

Mehr für Care

Frauen schultern die Krise – Frauen begehren auf

Die Corona-Pandemie hat die traditionelle Aufgabenverteilung in den österreichischen Familien wieder sichtbarer gemacht und die Situation von Frauen dramatisch verschlechtert. Denn es sind vor allem die Frauen, die diese Krise stemmen und die den überwiegenden Teil der mehrfachen Belastungen tragen.
Viele Frauen wissen: Es braucht endlich nachhaltige Veränderungen, höhere Löhne sowie verbesserte Rahmenbedingungen in Care-Berufen und eine gerechte Verteilung von bezahlter und unbezahlter Care-Arbeit. Für all jene, die für ein gutes Leben für alle Sorge tragen, in Gesundheit, Pflege und Bildung.

Mehr für Care!-Aktionstage

29. Mai und 19. Juni 2021

Wien, Graz, Salzburg, Mödling, Linz

Es braucht jetzt mehr Platz und mehr Geld für Care!

Die beiden Aktionstage, der 29. Mai und 19. Juni 2021, sind nur der Anfang. Sie stehen unter dem Motto „Mehr Platz und mehr Geld für Care!“ An diesen Tagen wird sich Mehr für Care! sichtbar, laut, bunt, radikal, entschlossen und selbstbewusst den Platz im öffentlichen Raum nehmen, der der Care-Arbeit zusteht. Mehr für Care! will der lange geduldeten Untätigkeit endlich Lösungen entgegensetzen. Wir werden hörbar und sichtbar machen, dass wir mit den aktuellen Verhältnissen nicht mehr einverstanden sind und Wege für Reformen aufzeigen.

Mehr Infos folgen. Wer mitmachen will meldet sich bei info@mehr-fuer-care.at

Du willst in deiner Gemeinde auch eine Mehr für Care Aktion starten? In unserem Mehr für Care Toolkit findest du Ideen und Anregungen für eine einfache, aber wirkungsvolle Aktion! 

Presseinfo:
Pressekontakt: Elisabeth Ohnemus: presse@mehr-fuer-care.at
Download Presseinfo: Presseinfo:Aktionstage Mehr für Care

Eine Initative von Femme Fiscale. Femme Fiscale ist eine Initiative von Gruppen und Netzwerken, die sich für geschlechtergerechte Steuer- und Budgetpolitik einsetzt
Mehr für Care wird außerdem getragen von: Attac, Österreichischer Frauenring, Plattform 20000frauen, Gewerkschaftsfrauen, Katholische Frauenbewegung Österreichs, Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen, OBRA – One Billion Rising Austria, WIDE – Entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven, Evangelische Frauenarbeit in Österreich, Frauenhetz, Allianz GewaltFREI leben, FEM.A – Verein Feministische Alleinerzieherinnen, ÖPA – Österreichische Plattform für Alleinerziehende, KAUZ – Klima, Arbeit & Zukunft, Parents For Future, Frauen*Volksbegehren, Grazer Frauenrat, Salzburger Frauenrat

Broschüre “Mehr für Care. Das feministische Konjunkturpaket“
hier zum Downloaden!

WICHTIG: Petition Feministisches Konjunkturpaket JETZT unterschreiben!!!

25. Januar 2021 More

Erwartungen an eine Wiener Stadtregierung

Was Frauen von einer zukünftigen Wiener Stadtregierung erwarten:

• Eine umfassende Berücksichtigung der Bedürfnisse von Frauen betreffend der Nutzung öffentlicher Räume: Verbreiterung der Gehwege, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Lärmreduktion, sichere und breitere Radwege/Radstreifen, längere Ampelphasen, Sitzgelegenheiten, sichere Schulwege sowie alle Maßnahmen zur Reduzierung des Platzverbrauchs des Individualverkehrs zur Gewährleistung einer fairen Verteilung öffentlicher Flächen.

• Schwangerschaftsabbrüche in allen öffentlichen Spitälern in Wien, Kostenübernahme durch einen Fonds der Gemeinde Wien. Kostenlose Abgabe von Verhütungsmitteln in Schulen und Beratungsstellen in Wien, inklusive Pille danach.

• Die demografische Entwicklung ist gesundheitspolitisch besonders für Wien eine Herausforderung, insbesondere in der Pflege, die zu 80% weiblich ist. Wir brauchen ein Pflegekonzept, das den Anforderungen der Zukunft gerecht wird durch: Ausbau der Ausbildungsmöglichkeiten für Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz und der akademischen Ausbildung. Kinderbetreuung, die den Lebensrealitäten des medizinischen Personals entspricht und Burnoutprävention. Neukonzept der 24h Betreuung: durch finanzielle und logistische Ressourcen im stationären-, und extramuralen Bereich. (1:1 Pflege im Rahmen einer 24 Stunden Betreuung ist nicht leistbar und führt zu Ausbeutung von Frauen aus den Nachbarländern). Community-Nurse in jedem Bezirk.

• Mehr Geld für Frauenförderung: Frauenberatungsstellen wie auch andere Frauenorganisationen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter und unterstützen viele Frauen und Mädchen auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Um den tatsächlichen Bedarf langfristig abzusichern, braucht es Mehrjahresverträge, eine jährliche Indexanpassung der Förderhöhen sowie zusätzliche Mittel für neue Vereine und Projekte. Im Speziellen braucht es dabei auch eine langfristige Absicherung aller Einrichtungen, die in der Gewaltprävention und im Gewaltschutz tätig sind.

• Weiterführung und Aufwertung der Wiener Werbewatchgroup gegen Sexismus in der Werbung.

25. Januar 2021 More

Petition: Mehr für Care – Feministisches Konjunkturpaket

Die Kosten und Belastungen durch die Corona-Krise sind sehr ungleich verteilt. Frauen und Männer in systemrelevanten Berufen haben unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen die wichtigsten Bereiche unseres Alltags aufrechterhalten.

Besonders die meist schlecht – oder unbezahlte – Arbeit von Frauen hat uns durch die Krise gebracht. Auch den Ausfall von Schulen und Kindergärten haben oftmals Frauen durch zusätzliche unbezahlte Betreuungsarbeit kompensiert. Das hat für Frauen hohe Kosten verursacht: weniger Zeit für bezahlte Arbeit, Vielfachbelastungen, die sie an ihre Grenzen bringen und langfristig negative Folgen für ihre soziale Absicherung und Pensionen.

Die aktuelle Krisenpolitik ist blind für diese Belastungen! Jene, die weniger oder nicht von der Krise betroffen sind, werden großzügig mit Förderungen bedacht. Die Hauptbetroffenen bekommen nichts oder einmalige Bröserl ins Börserl.

Das ist menschlich und volkswirtschaftlich der falsche Weg. Fordern Sie mit uns ein feministisches Konjunkturpaket:

Eine Initative von Femme Fiscale. Femme Fiscale ist eine Initiative von Gruppen und Netzwerken, die sich für geschlechtergerechte Steuer- und Budgetpolitik einsetzt.

Mit dabei sind unter anderem: Attac, Österreichischer Frauenring, Plattform 20000frauen, Katholische Frauenbewegung Österreichs, Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen, OBRA – One Billion Rising Austria, WIDE – Entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven

Folgende Organisationen, Initiativen und Gruppen haben die Petition für das feministische Konjunkturpaket bereits unterzeichnet. Fordern auch Sie mit uns ein feministisches Konjunkturpaket!

    • Arbeitsgruppe Frauen und Armut der Armutskonferenz
    • Attac
    • BEIGEWUM, Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen
    • Evangelische Frauenarbeit in Österreich
    • Frauenhetz
    • Frauenrat Salzburg
    • Grazer Frauenrat
    • Katholische Frauenbewegung Österreichs
    • Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen
    • OBRA – One Billion Rising Austria
    • Österreichischer Frauenring
    • Österreichische Plattform für Alleinerziehende (ÖPA)
    • Plattform 20000frauen
      • Verein Feministische Alleinerzieherinnen
      WIDE – Entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven
23. Juli 2020 More

LAUTER Frauen* LAUTER! Rollende Demo für Frauenrechte.

Umverteilung statt Applaus! Der Krise mit einer feministischen Wende begegnen!

Wie so oft sind es auch im Fall der Corona-Pandemie Frauen, die die Krise schultern: Sie leisten Knochenarbeit in der Pflege, im Handel und in der Reinigung – und übernehmen zusätzlich den großen Teil der unbezahlten Care-Arbeit. Besonders hart trifft die Krise Alleinerzieherinnen, Frauen mit Behinderungen, Sexarbeiterinnen und Migrantinnen in prekären Arbeitsverhältnissen – all jene, für die (Mehrfach-)Diskriminierung schlichtweg Alltag ist.

Während die Politik Rettungspakete für Konzerne schnürt, ist ein frauenpolitischer Krisenplan nicht in Sicht. Wir sagen: Ein wenig Applaus reicht uns nicht. Wir wollen kein Zurück zum patriarchalen „Normalzustand“, wir wollen eine feministische Wende!

Wir fordern daher eine radikale Arbeitszeitverkürzung, ein neues Wirtschaften und einen Sozialstaat, der Frauen nicht in die Altersarmut treibt. Wir fordern umfassende Investitionen in den Gewaltschutz und einen freien Zugang zum Schwangerschaftsabbruch. Wir fordern eine Aufwertung bezahlter und Umverteilung unbezahlter Care-Arbeit!

Wir müssen sichtbar und hörbar werden und unseren Protest auf die Straße tragen!

LAUTER Frauen* LAUTER! Rollende Demo für Frauenrechte.

NICHT MIT UNS! WIR LASSEN UNS NICHT ROLLEN!

Fahrräder, Rollstühle, Rollschuhe, Rollerskates, Rollatoren, … wir werden rollen und gehen, wir wollen laut und sichtbar sein und auf unsere Anliegen, die durch die Corona-Krise keinesfalls weniger geworden sind, aufmerksam machen. Genauere Infos über Route und Abschluss, auch mit Zwischenstationen, wo dazustoßen kann, wer nicht die ganze Strecke schafft, folgen!

9. Juli 2020 More

Hier …

geht’s zur

Danke!

25. April 2020 More

Femme Fiscale: Feministische Budgetrede am 20. März 2020

Budgetpolitik für alle!

Pressemitteilung 20. März 2020
Femme Fiscale: Feministische Budgetrede – Je mehr wir in unser Gesundheitssystem investieren, desto mehr Menschenleben werden wir retten!

Sofort-Rettungsmaßnahmen: 1000 Posten zusätzlich für Gesundheitspersonal & 5.000,- Euro Krisenhilfe für alle Menschen in Österreich und in der EU

Die Femme Fiscale, eine Initiative von Gruppen und Netzwerken, die sich unter dem Motto „Budgetpolitik für alle“ für eine geschlechtergerechte Steuer- und Budgetpolitik einsetzt, hat am Freitag eine Feministische Budgetrede im Netz veröffentlicht. „Jetzt zeigt sich, was für ein wichtiger Rettungsanker unsere Steuergelder für uns alle sind!“, so Elisabeth Klatzer von der Femme Fiscale, „in dieser Krise wird klar, was das wichtigste für alle Menschen ist: Gesund und gut versorgt leben können. Wir Frauen wollen eine gerechte Budgetpolitik – für ein gutes Leben für alle! Das heißt auch, gerechte Gestaltung der Unterstützungen und Hilfszahlungen.“

Es zeige sich, dass die insbesondere Frauen die „Leistungsträgerinnen“ der Wirtschaft und Gesellschaft sind, Kassiererinnen, als Reinigungskräfte, zu Hause bei den Kindern, im Spital, so Klatzer weiter. Ein Dankeschön reiche nicht, es gehe darum, „diesen Leistungsträger*innen und „Airbags in der Krise“ endlich faire Löhne zu bezahlen“.

Neben der Forderung, die Kürzungspolitik im Gesundheitswesen zurückzunehmen und 1000 neue Stellen für Gesundheitspersonal zu finanzieren, lässt Femme Fiscale mit der Forderung aufhorchen, allen Menschen in Österreich und der Eurozone – 5.000,- Euro auszuzahlen; diese Forderung geht an die Europäische Zentralbank. „Anstatt Tausende Milliarden an Banken und Finanzinstitutionen über den Aufkauf von Anleihen und Aktien zu verschenken, und damit das Vermögen der Übereichen in die Höhe zu treiben“ lautet der Vorschlag „Die Europäische Zentralbank gibt jetzt allen Menschen einen Zuschuss von 5.000 € – Bei uns ist das Geld gut investiert. Und hilft allen, uns und der Realwirtschaft!“, so die Femme Fiscale in der Budgetrede.
Die Unterstützungsmaßnahmen mit dem Steuergeld aller werden begrüßt, „Aber: Es darf keine Unterstützung für jene Unternehmen geben, die jetzt – trotz großzügiger Kurzarbeitsregelung – ihre Mitarbeiter*innen auf die Straße setzen! Keine Unterstützung für Unternehmen, die keine oder wenig Steuern zahlen, weil sie ihre Gewinne in Steuersümpfen parken!“ so Elisabeth Klatzer, „Wir brauchen das Geld dringend für jene, die solidarisch sind!“

Text der Feministischen Budgetrede – es gilt das gesprochene Wort

Liebe Menschen in Österreich!

Jetzt zeigt sich, was für ein wichtiger Rettungsanker unsere Steuergelder für uns alle sind!

Der Finanzminister hat seine Budgetrede im Parlament zwar abgeblasen, aber wir Frauen sagen: Das Budget ist wichtig. Auch jetzt! Gerade jetzt! Also springen wir mit unserer feministischen Budgetrede für den Finanzminister ein.

Jetzt, in dieser Krise wird klar, was das wichtigste für alle Menschen ist: Gesund und gut versorgt leben können. Wir Frauen wollen eine gerechte Budgetpolitik – für ein gutes Leben für alle! Das heißt auch, gerechte Gestaltung der Unterstützungen jetzt.

Jetzt sehen wir, wer unsere Gesellschaft aufrecht erhält, welche Institutionen tatsächlich systemrelevant sind! Wir sehen die im Schatten, die man für gewöhnlich nicht sieht! Sie sind schlecht oder gar nicht entlohnt. Dennoch, sie sind die „Leistungsträgerinnen“ unserer Wirtschaft und Gesellschaft! Die „Airbags“ in der Krise!

Gerade Frauen – und natürlich auch viele Männer – sind bereit, alles zu geben: Als Kassiererinnen, als Reinigungskräfte, zu Hause bei den Kindern, im Spital, und und und … Ein Dankeschön ist wichtig und schön. – Aber, seien wir uns ehrlich, das Danke bleibt Schall und Rauch, wenn nicht endlich diesen Leistungsträger*innen faire Löhne gezahlt werden!

Unser Gesundheitssystem wurde im Zuge einer beinharten Kürzungspolitik jahrelang krankgespart, Spitalsbetten verringert, weniger Personal, lange Wartezeiten …; angebliche Patientenmilliarden und Reformen haben weder dem Gesundheitspersonal noch den Patient*innen etwas gebracht!

Erkennen wir die Notwendigkeiten der Stunde: Wir fordern 1000 zusätzliche Stellen in der Gesundheit! Jetzt brauchen wir mehr Gesundheitspersonal und nicht die tausenden neuen Polizeistellen, die die Regierung beschließen will! Setzen wir jetzt unsere Prioritäten richtig! Machen wir die Versäumnisse der letzten Jahre wieder gut! Denn Kürzen im Gesundheitsbereich heißt uns alle krankzusparen. Je mehr wir in unser Gesundheitssystem investieren, desto mehr Menschenleben werden wir retten!

Unser Budget, finanziert mit unseren Steuerbeiträgen, ist jetzt ein wichtiger Rettungsanker für uns alle! Zeigen wir mit dem Budget eine Politik des Zusammenhalts und der Solidarität:

– Ja, ersetzen wir allen Menschen den Einkommensentfall, besonders jenen, die am prekärsten arbeiten, die gerade arbeitslos geworden sind, den EPUs und kleinen Betrieben, jenen, die sich von einem Auftrag zum nächsten gerettet haben. Und speisen wir sie nicht mit Almosen ab. Für alle Selbständigen Rechtsanspruch auf Arbeitslosengeld.

– Was den Menschen jetzt wirklich hilft?

  • Ein Aussetzen der Mietzahlungen
  • Eine staatliche Übernahme der Gebühren für Strom und Gas
  • Ein Zuschuss von 5.000,- € für alle in Österreich lebenden Menschen, ja für alle in der Eurozone lebenden Menschen
    ° Klingt utopisch? Ist es nicht! Die Europäische Zentralbank hat in den letzten Jahren Tausende Milliarden Euro (unvorstellbare 3 Billionen Euro) an Banken und Finanzinstitutionen verschenkt, indem sie Anleihen und Aktien aufgekauft hat. So wurden deren Kurse – und damit das Vermögen der Übereichen – in die Höhe getrieben.
    ° Besser: Die Europäische Zentralbank gibt jetzt allen Menschen einen Zuschuss von 5.000 € – Bei uns ist das Geld gut investiert. Und hilft allen, uns und der Realwirtschaft!

– Ja, Unterstützung braucht es, ABER:

  • Es darf keine Unterstützung für jene Unternehmen geben, die jetzt – trotz großzügiger Kurzarbeitsregelung – ihre Mitarbeiter*innen auf die Straße setzen!
  • Keine Unterstützung für Unternehmen, die keine oder wenig Steuern zahlen, weil sie ihre Gewinne in Steuersümpfen parken!
  • Wir brauchen das Geld dringend für jene, die solidarisch sind!

Sorgen wir für jene Menschen, die besonderen Schutz brauchen!

  • Derzeit sind Frauen verstärkt häuslicher Gewalt ausgesetzt. Erhöhen wir endlich das Frauen- und das Gewaltschutzbudget auf mindestens 210 Millionen €; das ist im Vergleich nicht viel, aber dieses Geld kann Leben retten!
  • Und vergessen wir in der aktuellen Situation nicht auf Menschen, die um ihr nacktes Überleben kämpfen, Geflüchtete, schutzsuchende Menschen werden von der EU und unserer Regierung eiskalt an der Grenze ausgesperrt. Bleiben wir menschlich: 100 Millionen Hilfe. Soforthilfe, um die menschliche Katastrophe in Griechenland zu mildern. Und: nehmen wir Menschen auf, gewähren wir Asyl!

Und sobald die unmittelbaren Herausforderungen überwunden sind, braucht es einen Kurswechsel. Ein großes Investitionspaket, das ein solidarisches, ökologisches, an Zusammenhalt, Versorgung und Gemeinwohl ausgerichtetes Wirtschaften stärkt. Ein Wirtschaften, das die Sorge für ein gutes Leben aller ins Zentrum stellt!

Wir alle tragen mit unseren Steuern die Finanzierung der Unterstützungsmaßnahmen!

Es ist allerhöchste Zeit, dass auch die Reichen in Österreich endlich einmal einen gerechten Beitrag leisten. Wir sagen: Vermögenssteuer jetzt! Erbschaftssteuer jetzt! Endlich gerechte Beiträge von den Überreichen, die so viel mehr haben, als es für ein gutes Leben braucht. Das hat jetzt Priorität, Herr Finanzminister!

Denken immer wir daran, was wirklich zählt im Leben aller Menschen:

Gesund leben. Gut versorgt leben.

Setzen wir unser Steuergeld für die Dinge ein, die wirklich wichtig sind.

Wir Frauen für eine gerechte Budget- und Wirtschaftspolitik – für ein gutes Leben für alle!

Link zur Videoaufnahme der feministischen Budgetrede: https://www.youtube.com/watch?v=cQb1YlJBI58

* „Femme Fiscale“ ist eine Initiative von Gruppen und Netzwerken, die sich für geschlechtergerechte Steuer- und Budgetpolitik einsetzt. Mit dabei sind unter anderem FeministAttac, Attac, Frauenring, Plattform 20.000 Frauen, Katholische Frauenbewegung Österreichs, Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen, OBRA – One Billion Rising Austria, WIDE. www.facebook.com/femmefiscale

Für Rückfragen: Elisabeth Klatzer, Tel.: 0650 5050565, elisabeth.klatzer@gmx.net

20. März 2020 More

Common Statement: Transnational solidarity against racism and war!

Die PLattform 20000frauen unterstützen folgendes Statement:
https://crossbordersolidarity.com

Fünf Jahre nach der sogenannten „Flüchtlingskrise“ und fast vier Jahre nach dem EU-Türkei-Deal werden wir erneut Zeug*innen der Gewalt, die durch sicherheitsorientierte Migrationspolitik verursacht wird. Seit dem vergangenen Donnerstag (27.02.2020) zogen tausende Menschen in Richtung der türkisch-griechischen Grenze, nachdem angekündigt wurde, dass Migrant*innen, die Europa erreichen wollen, von türkischer Seite nicht länger daran gehindert werden. Diese Ankündigung türkischer Regierungsbeamter erfolgte nach dem Tod von 33 türkischen Soldaten in der Region Idlib. Dort hat die Eskalation des Konflikts die Zahl der zivilen Todesopfer von Tag zu Tag rapide erhöht, offenkundig wurden grundlegende Infrastruktur- und Gesundheitseinrichtungen beschossen. Die türkische Regierung hält ihre Grenzen zu Syrien geschlossen, sieht jedoch keine Schwierigkeit darin, tausende Migrant*innen vor die Türen Europas zu drängen – wo sie in einem Schwebezustand verharren.

Migrant*innen und Asylsuchende aus Syrien, Afghanistan, Pakistan und mehreren afrikanischen Ländern haben die Grenzgebiete Edirne, Çanakkale und İzmir erreicht. Einige wurden mit Bussen von Gemeinden dorthin gebracht, andere mit privaten Taxis oder zu Fuß. In der Region Edirne wurde ihnen von den türkischen Behörden gestattet, ins Grenzgebiet zu gelangen, doch die griechischen Polizeikräfte verhinderten den Grenzübertritt mit Tränengas und Blendgranaten. Gleichzeitig beschränkten die türkischen Behörden den Zugang für Journalist*innen und Reporter*innen. Diejenigen Migrant*innen und Asylsuchenden, die in der Grauzone zwischen den beiden Staaten festsitzen, im starken Regen und mit nur wenig Nahrungsmitteln, riefen nach der Öffnung der Grenzen. Einige derjenigen, die die Landgrenze erreichen, wurden von den Behörden angewiesen, trotz gefährlicher Wetterbedingungen auf den Seeweg zu gehen.

In Griechenland verschlechtert sich die Situation ebenfalls. Die Regierung hat kürzlich ein neues, strengeres und noch unmenschlicheres Asylgesetz verabschiedet, das die Inhaftierung aller neu ankommenden Asylbewerber bei ihrer Ankunft auf griechischem Gebiet vorsieht. In den vergangenen Tagen kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Menschen aus Orten auf den Inseln Chios und Lesbos mit der Bereitschaftspolizei, als dort neue Hafteinrichtungen errichtet werden sollten. Unter der Belastung der sogenannten „Flüchtlingskrise“ seit dem EU-Türkei-Deal protestieren die Menschen gegen die Verschlechterung ihrer eigenen Lebensbedingungen und gegen die Lebensbedingungen der dort Asylsuchenden gleichermaßen. Fremdenfeindlichkeit und Rassismus haben jedoch nie aufgehört, Teil des öffentlichen Diskurses zu sein. Als Reaktion auf die jüngsten Ereignisse haben griechische Regierungsbeamte ihrerseits Hass und Angst geschürt, indem sie den Mythos einer Invasion von „Illegalen“ auf Geheiß ihres Nachbarlandes verbreitet haben.

Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und ihre Normalisierung müssen überall bekämpft werden, wo sie erscheinen, sei es in der Türkei, in Griechenland oder anderswo. Die Instrumentalisierung des Lebens von Migrant*innen, Asylbewerbern und Geflüchteten, welche auf eine Bedrohung und einen Faustpfand reduziert wurde, muss beendet werden. Sowohl in nationalen Wahlkämpfen, als auch in den Beziehungen zwischen der türkischen Regierung und der EU. Eine Sicherheitspolitik, die tausende bereits Vertriebener in einen Schwebezustand treibt, und die Grenzregime, die einen endlosen Kreislauf der Gewalt gegen Migrant*innen, Asylbewerbern und Geflüchteten mitverursachen, müssen damit aufhören. Was wir fordern, sind Frieden, Grundrechte und die Freiheit aller Menschen, die in Bewegung sind.

Grenzen töten, öffnet die Grenzen!
Stoppt den Krieg gegen Geflüchtete und Migrant*innen!
Transnationale Solidarität gegen Rassismus und Krieg!
Für eine freie Welt ohne Grenzen, Ausbeutung und Exil.

4. März 2020 More

Nationalratswahl 2019 – Feministische Themen

Die Plattform 20000frauen möchte der zu 52% weiblichen Bevölkerung einen Überblick über die zu erwartende Frauenpolitik der zur Nationalratswahl antretenden Parteien geben. Daher haben wir einen Fragebogen ausgeschickt, in dem wir um Beantwortung folgender Fragen bitten:

Würden Sie folgende 3 Punkte zur Koalitionsbedingung machen, falls Sie nach der Wahl gemeinsam mit einer anderen bzw. mehreren Parteien eine Regierung bilden?

– Keine Einschränkungen bei der gesetzlichen Regelung des Schwangerschaftsabbruchs (z.B. verpflichtende Wartezeit, Beratungszwang, Verkürzung der Frist usw.)
– Frauenministerin als Teil der Regierung und eine Verdreifachung ihres Budgets
– Keine Abschaffung der Notstandshilfe und Nachbesserung bei der ‚Sozialhilfe neu‘/Wiedereinführung der Mindestsicherung

Weitere frauenpolitische Fragen:

• Soll der Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafgesetzbuch gestrichen werden?
• Soll es eine Unterhaltssicherung für die Kinder Alleinerziehender geben?
• Wie wollen Sie Frauenarmut konkret bekämpfen und soll es eine Existenzsicherung für alle unabhängig von Erwerbsarbeit geben? Wenn ja, in welcher Höhe?
• Wie stehen Sie zur gesetzlichen Verankerung geschlechtsspezifischer Fluchtgründe? Soll es eine erleichterte Familienzusammenführung geben? Welche speziellen Gewaltschutz-Maßnahmen sollen für geflüchtete Frauen zur Verfügung stehen?
• Unterstützen Sie das bisherige sogenannte Ministerziel, zumindest 50 Prozent der Fördermittel des Arbeitsmarktservice im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik für Frauen zu verwenden? Wie stehen Sie zu zum neuen Vermittlungsalgorithmus des AMS?
• Würden Sie die Finanzierung einer neuen Zeitbudget-Studie unterstützen, um dringend notwendige Daten zur unbezahlten Arbeit in Österreich zu erlangen?

Fragebogen 20000frauen zur Nationalratswahl 2019 als pdf

Die Fragen gingen an alle 8 österreichweit antretenden Parteien:

Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei (ÖVP)

Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ)

Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ)

NEOS – Das Neue Österreich (NEOS)

JETZT – Liste Pilz (JETZT)

Alternative Listen, KPÖ Plus, Linke und Unabhängige (KPÖ)

Die Grünen – Die Grüne Alternative (GRÜNE)

Wandel – Aufbruch in ein gemeinwohlorientiertes Morgen mit guter Arbeit, leistbarem Wohnen und radikaler Klimapolitik. Es gibt viel zu gewinnen. (WANDL)

Hier sind die Antworten auf unseren Fragebogen zur Nationalratswahl 2019

14. September 2019 More

Bildergalerie Frauenpunkt am Volksstimmefest 2019

Fotos: ©Bettina Frenzel

2. September 2019 More

8. März 2019 – Intern. Frauentag

Zwei Demos in Wien:
16.30 h Broda-Platz/Mariahü
FrauenLesbenMigrantinnen-Demo
Auftaktkundgebung ab 16.30 h mit Berichten zum Frauenstreik, und Redebeiträgen und Performances zum 8. März.
Demo ab 18 h über die Mariahilferstraße bis zum Platz der Menschenrechte.

Demo „Internationaler Feministischer Kampftag“ am 8. März 2019 um 17:00 Uhr in Wien Mitte! Die Abschlusskundgebung wird am Held*innenplatz stattfinden, welcher vor allem in letzter Zeit immer wieder als Ort des Widerstands durch linke, feministische und antirassistische Kundgebungen, Demos und Veranstaltungen angeeignet wurde.

8. März 2019 More

One Billion Rising 14.2.2019

alle Fotos ©20000frauen!

15. Februar 2019 More

Sonnenkabinett 15. Februar 2019 Fotogalerie

alle Fotos: © Sonnenkabinett / 20000frauen

15. Februar 2019 More

Sonnenkabinett 15.2.2019

Presseaussendung

„Sonnenkabinett“ am Wiener Heldenplatz: Frauen präsentieren „Ministerien für ein gutes Leben für alle“

Feministischer Gegenentwurf zur aktuellen Politik der Spaltung und Profitgier vorgelegt

Wien, 15.2.2019  100 Jahre nach dem Einzug der ersten Frauen in das österreichische Parlament am 16. Februar 1919 haben am Freitag, 15. Februar 2019, die „Plattform 20.000 Frauen“ und eine Vielzahl unterstützender Frauenorganisationen eine Wende in der aktuellen Politik eingemahnt, die auf „Egoismus, Spaltung und Ausgrenzung“ basiere und das Recht von Frauen, Männern und Kindern auf ein gutes Leben einschränke. Einen feministischen Gegenentwurf zu neoliberalen Politikkonzepten, insbesondere zur gegenwärtigen österreichischen Regierungspolitik, präsentierten die Frauen mit der Einberufung eines „Sonnenkabinetts“, das am Freitagvormittag im Eingang der Nationalbibliothek am  Wiener Heldenplatz zum ersten Mal zusammengetreten ist. „Ministerinnen“ des Kabinetts stellten der Öffentlichkeit und Medien Inhalte und Maßnahmen alternativer Ministerien vor, darunter Ministerien „für Wohlbefinden und Gutes Leben“, „Demokratie und Bildung für alle“, „Kreativität und künstlerische Freiheit“, „Öffentliche Ressourcen in Fülle“, „Solidarisches Wirtschaften“ und „Frieden und solidarische Kooperation weltweit“. „Das Sonnenkabinett tritt ein für ein menschenwürdiges, selbstbestimmtes und gutes Leben für alle“, so Heidi Ambrosch von der „Plattform 20.000 Frauen“ zum Auftakt der Präsentation.

Das feministisch geprägte Gesellschaftsbild, das Ambrosch als „Ministerin für Wohlbefinden und Gutes Leben für alle“ ihren Ausführungen voranstellte, beruhe auf einem „Verständnis von einer Gesellschaft, in der alle Menschen in unterschiedlicher Intensität zu unterschiedlichen Lebenszeiten sowohl als Fürsorgebedürftige als auch als fürsorgend Tätige und Mitgestaltende wahrgenommen werden“. Zu den Maßnahmen, die daraus resultierten, gehörten „der garantierte Zugang aller zu materieller Grundsicherung und guten öffentlichen Leistungen“, die Bereitstellung einer „sozialen Infrastruktur, die mit Beteiligung der Betroffenen gestaltet wird“ – Bildung, Gesundheitsversorgung, öffentlicher Verkehr, sozialer Wohnbau, Beratungsstellen -, eine Arbeitsmarkt- und Arbeitszeitpolitik, die „alle Arten von Arbeit in den Blick nimmt, neu bewertet und ermöglicht“ sowie die Förderung von Aktivitäten, die den sozialen Zusammenhalt stärken, u.a. Gemeinwesenzentren, BürgerInnen-Initiativen, Interessenvertretungen und Selbsthilfegruppen.

Margit Appel, „Ministerin“ für „Demokratie und Bildung für alle“, erinnerte daran, dass Demokratie „immer wieder gelernt“ werden müsse. Partizipation setze „emanzipatorische“ und „geschlechtersensible Bildung“ voraus, so Appel im Rückblick auf jene Frauen, „die sich das Wahlrecht und den Zugang zur Bildung hart erkämpft haben“. Eine Absage erteilte Appel an ein Verständnis von „Demokratie als Einheitsphantasie“: „Wir machen keine Politik, die sich gegen ‚Fremde‘ oder an ein ‚homogenes Volk‘ richtet“. Was es brauche, seien „intensiv zu führende Auseinandersetzungen um die pädagogische Ausrichtung von Bildungsprozessen sowie das Schul- und Weiterbildungssystem“. Darin zeige sich das „Ringen um die Zukunftsfähigkeit von Demokratie“.

Im „Ministerium für Kreativität und künstlerische Freiheit“ gehe es darum, „Frauenkunst und Frauenräume für Kreativität und künstlerische Freiheit verstärkt zu fördern, bis eine echte Gleichstellung gewährleistet ist“, so „Ministerin“ Aiko Kuzako Kurasaki. Männliche Definitionsmacht und Dominanz gelte es zu durchbrechen, Kreativität ab dem Kleinkind-Alter zu fördern, die Zusammenarbeit zwischen Kunst, Wissenschaft, Philosophie und Bildung voranzutreiben, die Entfaltung des Individuums „frei von alterhergebrachten geschlechtesspezifischen Rollenbildern“ zu ermöglichen. Konkret brauche es auf dem Weg zur Gleichstellung von Frauen und Männern „Transparenz bei den Fördergeldern“ und eine (geschlechter-) gerechte „Bezahlung von Kunst- und Kulturschaffenden“.

„Wenn wir regieren, haben alle viel – und nicht, wie jetzt, wenige alles an Geld, Macht und Einfluss“: So die Ansage der „Sonnenkabinetts-Ministerin“ für „Öffentlichen Ressourcen in Fülle“ Elisabeth Klatzer. Ressourcenverteilung und Budgetpolitik erfolgten geschlechtergerecht und sozial gerecht, was Wohlstand für alle garantiere. „Einkommen und Vermögen sind gerecht verteilt“, ebenso fair entlohnte Arbeit und Tätigkeiten aller Art, „Menschen sind sozial abgesichert“, die „Umwelt bleibt intakt“. Von einer feministischen Budgetpolitik profitierten alle, so Klatzer, „denn endlich gibt es eine gute Kinderbetreuung und Pflege, soziale Sicherung, leistbaren Wohnraum, Gewaltschutzzentren, Begegnungsräume, ein gutes öffentliches Verkehrsnetz, alle notwendigen Gesundheitsleistungen“, sowohl in der Stadt als auch am Land. Finanzieren liessen sich Güter und Dienstleistungen für alle über eine geschlechtergerechte Umgestaltung des Steuersystems, das „heißt, dass jene mehr beitragen, die viel haben… feministische Budgetpolitik bedeutet ein Leben in Fülle für alle“.

Wo es um ein „gutes Leben für alle geht“, braucht es ein „solidarisches Wirtschaftssystem“, erklärte Maria Vogt, „Ministerin“ für „Solidarisches Wirtschaften“: „Anstelle von Profitlogik und Wachstumsideologie wird die Wirtschaft von demokratischen, sozialen und ökologischen Zielen geleitet“. Solidarität und Kooperation statt Profitmaximierung und Konkurrenz – das erfordere Maßnahmen wie die faire Verteilung von gesellschaftlichem Reichtum, die schonende und gemeinwohlorientierte Nutzung von Lebensgrundlagen wie Wasser, Energie, Saatgut, (Erfahrungs-)Wissen und Boden, ein „ökologisches, vielfältiges und klimafreundliches Landwirtschafts- und Ernährungssystem“, „gute fair verteilte Arbeit“, auch eine „zwischen den Geschlechtern, Regionen und Kontinenten fair verteilte“ Sorgearbeit für Mensch, Tier und Pflanzen, gute Bedingungen für selbstbestimmtes Arbeiten sowie eine gute öffentliche Infrastruktur als Basis für Chancengleichheit.

„Menschliche und soziale Sicherheit sind Vorbedingungen für den Frieden“, postulierte Janine Wurzer, „Ministerin“ für „Frieden und solidarische Kooperation weltweit“. Frieden sein ein fortwährender Prozess, bedeute mehr als die Abwesenheit von Krieg und die Freiheit von Gewalt; er bedeute „soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit für jetzige und künftige Generationen“, basierend auf der „Gleichstellung der Geschlechter und der Umsetzung der Menschenrechte“. Schwerpunkte und Ziele feministischen Regierens seien daher die „Umsetzung des Rechts auf Existenzsicherheit“, ein „nachhaltiger Umfang mit den begrenzten Ressourcen der Erde“, ein „klare Bekenntnis zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen“, die „Abrüstung von Waffen weltweite und null Toleranz von Gewalt“, die „Stärkung der Inklusion von ´besonders benachteiligten Gruppen´, die Stärkung internationaler Regeln zur Einklagbarkeit und Einhaltung der Menschenrechte sowie die Bekämpfung aller Formen von Ausbeutung.

Das feministische „Sonnenkabinett“ wird nach seiner ersten Präsentation am Heldenplatz künftig immer wieder öffentlich zusammentreten und politische Strategien für ein gutes Leben aller präsentieren und einfordern.

Eine Kurzform des Programms der Ministerien des „Sonnenkabinetts“ sowie Fotos vom Auftritt am Heldenplatz/15.2.2019 sind abrufbar unter http://zwanzigtausendfrauen.at/2019/02/sonnenkabinett-15-2-2019/

Kontakt „Sonnenkabinett“ und Rückfragen: Elisabeth Klatzer, elisabeth.klatzer@gmx.net,Tel.: 0650/5050565

 Fotos zum Download hier! ©Sonnenkabinett/20000frauen


Ein Kurzvideo, in dem sich das Sonnenkabinett 2019 erstmals präsentiert!

Erste Kurztexte der Ministerinnen:

Mit Sicherheit anders. Frauen denken weiter!

1. Auftritt des Sonnenkabinettes: Gut leben. Wir Frauen für ein gutes Leben für alle!

Als heutige Repräsentantin des Ministeriums für Wohlbefinden und Gutes Leben darf ich alle Anwesenden im Namen des ersten Sonnenkabinetts der zweiten Republik aufs Allerwärmste begrüßen.

Am 16.Februar vor 100 Jahren wurde das erste Parlament in der Geschichte Österreichs von Frauen und Männern gewählt, darunter 8 weibliche Abgeordnete. Die Erinnerung an die tiefen antidemokratischen Zensuren in der Zeit von 1933 bis 1945 sollten uns immer wachhalten, dass bereits Erreichtes, als selbstverständlich gedachtes auch wieder rückgängig gemacht werden kann.

Vieles wurde in diesen 100 Jahren durch soziale Bewegungen und Kämpfe verändert, vieles blieb unerhört und wir erleben, dass der neoliberale Hochgeschwindigkeitszug immer mehr Menschen zurücklässt, vor allem auch jene mit Einkaufssackerl, Kinderwagen und zu Pflegende daheim. 

Egoismus, Profitgier und Größenwahn, Spaltung und Ausgrenzung aus politischem Kalkül zerstören unsere Existenzgrundlagen. Daher sagen wir, es ist an der Zeit, nehmen wir Frauen nun unsere Zukunft selbst in die Hand. Mit zivilgesellschaftlichen Organisationen entwickeln wir gemeinsam neue Perspektiven und Visionen und rufen SkeptikerInnen zu: Vertraut den Frauen!

Das Sonnenkabinett tritt ein für ein menschenwürdiges, selbstbestimmtes und gutes Leben für alle. Im Mittelpunkt stehen die Menschen mit all ihren individuellen und kollektiven Fähigkeiten und Bedürfnissen. 

Gemeinsam befreiend handeln, gemeinsam weiter denken! 

Heute möchten wir einige unserer Maßnahmen aus den jeweiligen Ministerien vorstellen, aus dem Ministerium für Wohlbefinden und Gutes Leben für alle möchte ich jene nennen, die unser Verständnis von einer Gesellschaft skizzieren, in der alle Menschen in unterschiedlicher Intensität zu unterschiedlichen Lebenszeiten sowohl als Fürsorgebedürftige als auch als fürsorgend Tätige und Mitgestaltende verstanden werden.

Diese Maßnahmen sind:

  • der garantierte und bedingungslose Zugang aller zu materieller Grundsicherung und der Zugang zu guten öffentlichen Leistungen für alle
  • die Sorge für eine gute, soziale Infrastruktur, die mit Beteiligung der Betroffenen gestaltet wird. Dazu zählen Güter und Dienstleistungen wie Bildung, Gesundheitsversorgung, öffentlicher Verkehr, sozialer Wohnbau, Beratungsstellen. 
  • eine Arbeitsmarkt- und Arbeitszeitpolitik, die alle Arten von Arbeit in den Blick nimmt, neu bewertet und ermöglicht, die auf Notwendigkeiten der Sorgearbeit genauso Rücksicht nimmt, wie auf physische und psychische Beeinträchtigungen. 

•   die Förderung von Aktivitäten, die unseren sozialen Zusammenhalt stärken, indem wir den eigenen Lebensraum gemeinsam gestalten. Dazu zählen u.a. Gemeinwesenzentren, Bürger*innen-Initiativen, Interessensvertretungen und Selbsthilfegruppen von Betroffenen 

Damit übergebe ich das Wort an das Ministerium für Demokratie und Bildung für alle.

Ministerium für Demokratie und Bildung für alle 

Demokratie muss immer wieder gelernt werden! Damit sich alle an der Demokratie beteiligen, braucht es emanzipatorische Bildung. Damit alle die gleichen Rechte und die gleichen Chancen in der Demokratie wahrnehmen können, braucht es geschlechtersensible Bildung. 

Demokratie darf nicht als Einheitsphantasie verkauft werden! Wir machen keine Politik, die sich gegen „Fremde“ oder an ein „homogenes Volk“ richtet. Vielmehr stehen unsere Ziele und unsere Verantwortung in der Tradition jener Frauen, die sich das Wahlrecht und den Zugang zur Bildung hart erkämpft haben. 

Daher setzen wir uns besonders für ein Bildungssystem ein, das Mädchen und Frauen in ihrem Selbstverständnis als Trägerinnen von Wissen stärkt und ihr selbstverständliches Auftreten in der politischen Öffentlichkeit zum Ziel hat. Der Beitrag selbstorganisierter Frauenprojekte dazu ist unverzichtbar. Die intensiv zu führende Auseinandersetzung um die pädagogische Ausrichtung von Bildungsprozessen und das Schul- und Weiterbildungssystem ist ein Ringen um die Zukunftsfähigkeit von Demokratie. Demokratie und Bildung stehen in einem lebendigen Zusammenhang!

Ministerium für Kreativität und künstlerische Freiheit

Kreativität und künstlerische Freiheit bewegen alle Menschen. Kunst ist ein zentraler Aspekt der Gesellschaft und des öffentlichen Lebens. Männliche Definitionsmacht und Dominanz wird durchbrochen. Frauengeschichten müssen erzählt werden, Frauengeschichte muss geschrieben werden. 

Das Sonnenkabinett wird solange Frauenkunst und Frauenräume für Kreativität und künstlerische Freiheit verstärkt fördern, bis eine echte Gleichstellung gewährleistet ist.

Die dem Menschen von der Geburt an vorhandendene Kreativität soll schon ab dem Kleinkindesalter an gefördert werden, um so ihre Entwicklung in künstlerischer Freiheit zu gewährleisten. Über mehr Zusammenarbeit zwischen Kunst, Wissenschaft, Philosophie und Bildung, frei von althergebrachten geschlechtsspezifischen Rollenbildern von Frau und Mann wird das sich Individuum frei entfalten können. 

Die scheinbar schon erreichte Gleichstellung der Frau in der Kunstwelt muss zu einer echten Gleichstellung werden – dies kann durch ein Umdenken und Aufwertung der Kunst in der Gesellschaft erreicht werden, wie auch durch Transparenz der Fördergeldern und Bezahlung der Kunst- und Kulturschaffenden, unabhängig vom Geschlecht und auch wenn Kinder und Pflegearbeit der Künstlerin nicht mehr ihrer künstlerischen Laufbahn einen Abbruch tun.

Ministerium für Öffentliche Ressourcen in Fülle

Es ist genug da! Es ist genug für alle da. Genug für ein gutes Leben für alle! Jetzt haben viele wenig und wenige alles! Mit uns haben alle viel. Haben alle ein Leben in Fülle. Jetzt haben wenige alles an Geld, alles an Macht und alles an Einfluss. 

Wenn das Sonnenkabinett regiert haben alle in Fülle! 

Wir bauen unsere Gesellschaft um. Geschlechtergerechtigkeit, wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit steht im Mittelpunkt unseres Handelns. Wir ermöglichen und fördern Kooperation. Nicht Profitinteressen einiger weniger sondern das Gute Leben für alle verfolgen wir mit Nachdruck. 

Budgetpolitik ist in Zahlen gegossene Politik. Unsere Budgetpolitik bringt Wohlstand für alle. Dies bedeutet:

  • Einkommen und Vermögen sind gerecht verteilt, 
  • alle Tätigkeiten werden fair verteilt, Arbeit wird fair bezahlt, 
  • alle Menschen haben eine gute soziale Sicherung und die Lebensqualität aller steigt,
  • die Umwelt bleibt intakt.

Um das Gute Leben für alle zu verwirklichen, bauen wir öffentliche Leistungen für das gute Leben und soziale Absicherung stark aus und demokratisch um. Armut gehört der Vergangenheit an.

Jede einzelne Person profitiert von feministischer Budgetpolitik – denn endlich gibt es gute Kinderbetreuung, Pflege, soziale Sicherung, Wohnen, Gewaltschutzzentren, Begegnungsräume, öffentliche Mobilität und Gesundheitsleistungen für alle in Stadt und Land. Alle Leistungen stehen allen kostenlos zur Verfügung. Endlich steht für die wertvolle Arbeit der vielen feministischen Initiativen genug Geld zur Verfügung. 

Dafür ist genug Geld da. Eine geschlechtergerechte Umgestaltung des Steuersystems heißt, dass jene mehr beitragen, die viel haben. Feministische Budgetpolitik bedeutet Schluss mit den strukturellen geschlechtsspezifischen Ungerechtigkeiten und ein Leben in Fülle für alle! 

Ministerium für Solidarisches Wirtschaften

Das Sonnenkabinett steht für ein Solidarisches Wirtschaftssystem. Das Ziel ist ein Gutes Leben für Alle und die Bewahrung unserer Lebensgrundlage, unserer Erde. Wir sind nicht Herrscher und Herrscherinnen, sondern Teil der Natur. Wir sind in hohem Maß abhängig von sauberem Wasser, Biodiversität, guter Luft, Klima und fruchtbarem Boden. Anstelle von Profitlogik und Wachstumsideologie wird die Wirtschaft von demokratischen, sozialen und ökologischen Zielen geleitet. Durch gelebte Solidarität und Kooperation statt Profitmaximierung und Konkurrenz können sich Frauen und Männer mit all ihren individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen entfalten. Der Begriff Arbeit umfasst derzeit nur Erwerbsarbeit und diskriminiert unbezahlte Sorgearbeit.

Maßnahmen – wir wollen:

  • Ein Wirtschaftssystem, in dem der gesellschaftliche Reichtum fair verteilt wird und selbstorganisierte Produktionsformen, bei denen gemeinschaftlich produziert, Ressourcen gepflegt und nachhaltig genutzt werden, ausbauen.
  • Lebensgrundlagen, wie Wasser, Energie, Saatgut, (Erfahrungs-)Wissen und Boden schonend und gemeinwohlorientiert nutzen und für kommende Generationen erhalten.
  • Ein ökologisches, vielfältiges und klimafreundliches Landwirtschafts- und Ernährungssystem, das gutes Essen für alle bereit stellt.
  • Gute Arbeit und faire Verteilung von Arbeit. Sorgende Tätigkeiten, wie Betreuung von Kindern, pflegebedürftigen Erwachsenen, Haushalt, sowie Pflege von Boden, Pflanzen und Tieren soll zwischen den Geschlechtern, Regionen und Kontinenten fair verteilt werden.
  • Alle gesetzlichen Maßnahmen zielen darauf, dass Frauen und Männer unter guten Bedingungen und selbstbestimmt arbeiten können.
  • Gute öffentliche Infrastruktur ist eine Basis für Chancengleichheit. Von öffentlicher Hand wollen wir im Sinne der Daseinsvorsorge Ausbau von öffentlichem Verkehr, gute Wasserversorgung und Abwassersysteme, Müllentsorgung, Kommunikationsnetze, Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen auch am Land.

Ministerium für Frieden und solidarische Kooperation weltweit

Friede ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg und Konflikten. Friede ist ein fortlaufender Prozess. Menschliche und soziale Sicherheit sind Vorbedingungen für Frieden. Das bedeutet nicht nur Freiheit von physischer und psychischer Gewalt und körperliche Unversehrtheit. Vielmehr bedeutet das, die soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit für jetzige und künftige Generationen. Dafür muss auf das ökologische Gleichgewicht und insbesondere die Existenzsicherheit von Menschen, die von Armut und Ausgrenzung betroffen sind, geachtet werden. 

Das bedeutet auch, dass Friede auf der Gleichstellung der Geschlechter und der Umsetzung der Menschenrechte basiert; sowie dass auf gewaltfreie Konfliktlösung, Inklusion, Partizipation und Umweltschutz fokussiert wird.  

Daher sind Schwerpunkte feministischen Regierens: 

  • Umsetzung des Rechts auf Existenzsicherheit für alle auf Basis eines nachhaltigen Umgangs mit den begrenzten Ressourcen dieser Erde; das bedeutet auch ein klares Bekenntnis zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen und deren prioritäre Umsetzung weltweit
  • Abrüstung von Waffen weltweit und Null Toleranz von Gewalt; Umsetzung von internationalen Friedensinstrumenten und Instrumenten zur Bekämpfung geschlechtsbasierter Gewalt 
  • Stärkung der Inklusion von „besonders benachteiligten Gruppen“ (Frauen, Minderheiten, Menschen mit Behinderungen, Flüchtlinge,…) und ihrer politischen Teilhabe 
  • Stärkung internationaler Regeln zur Einklagbarkeit und Einhaltung der Menschenrechte, und Bekämpfung aller Formen von Ausbeutung

Das Sonnenkabinett: Gut leben. Wir Frauen für ein gutes Leben für alle!

Text als pdf zum Downloaden!

Mehr Fotos hier!

15. Februar 2019 More

Les Femmes Fiscales: 8.12.2018 – Bildergalerie

Les Femmes Fiscales: 8.12.2018 am Weihnachtsmarkt am Karlsplatz

alle Fotos: @Bettina Frenzel

Femme Fiscale: „Familienbonus bringt himmelschreiende Ungerechtigkeiten“

UTl.: Aktion: „Keine Weihnachtsgeschenke für Ihren Mann. Das besorgt die Regierung“ 

Femme Fiscale erinnert mit einer Aktion „Papabonus – aber nicht für alle“ an die Regierungspolitik der himmelschreienden Ungerechtigkeit.

„Papabonus“ – aber nicht für alle!

Die Femme Fiscale zeigt, dass der Familienbonus nur jenen voll zugute kommt, die besser verdienen. Von den 1,5 Milliarden bekommen Väter den Löwenanteil, nämlich 1,2 Milliarden Euro: „Papas bekommen das Geld, und Frauen haben weiterhin die Hauptarbeit mit den Kindern!“, resümiert Elisabeth Klatzer von der Femme Fiscale die Ungerechtigkeit des Familienbonus, „drei Viertel kommen Vätern zugute, aber nicht allen, nur die Besserverdiener profitieren voll.“ Die Femme Fiscale weist auf eine weitere himmelschreiende Ungerechtigkeit hin: „700.000 Kinder profitieren vom Papabonus gar nicht oder nur eingeschränkt. Im Gegensatz zur Regierung sind uns alle Kinder gleich viel wert!“

Femme Fiscale präsentiert bessere Lösungen: gute Zukunftsinvestitionen für alle!

 

Die 1,5 Milliarden können viel gerechter und besser investiert werden. Nicht Geschenke an Männer, die ohnehin viel verdienen! Sondern:

Bessere Lösung Nr. 1: Mehr Familienbeihilfe für alle Kinder – plus 860 Euro pro Kind und pro Jahr (72 Euro/Monat). Das ist gerecht!

Bessere Lösung Nr. 2: Dringliche Probleme bei der Kinderbetreuung lösen!

  • ganzjährige und ganztägige Öffnung der Kindergärten
  • zweites kostenloses Kindergartenjahr
  • beste Betreuung: eine zusätzliche pädagogische Fachkraft in allen Gruppen
  • diese wertvolle Arbeit endlich fair entlohnen: 10% Lohnerhöhung für PädagogInnen.

Femme Fiscale ist eine Initiative von Gruppen und Netzwerken, die sich für geschlechtergerechte

Steuer- und Budgetpolitik einsetzt. Mit dabei sind unter anderem Attac, FeministAttac, Österreichischer

Frauenring, Plattform 20000frauen, Katholische Frauenbewegung Österreichs, Netzwerk österreichischer

Frauen- und Mädchenberatungsstellen, OBRA – One Billion Rising Austria, WIDE.

Für Rückfragen: Elisabeth Klatzer, elisabeth.klatzer@attac.at, Telefon: 0650 5050565.

12. Dezember 2018 More

Bildergalerie OBRA – Benefiz 25.11.2018 @ KosmosTheater

alle Fotos: ©Bettina Frenzel

12. Dezember 2018 More

100 Jahre Frauenwahlrecht – Bilder vom 12.11.2018 im Parlament in Wien

Fotos: ©Bettina Frenzel

13. November 2018 More

Frauenpunkt am Volksstimmefest 2018

Frauenpunkt Volksstimmefest / Plattform 20.000 Frauen und globalSista – bar, comida & identity

Fotos vom Frauenpunkt am Volksstimmefest (©2018 Bettina Frenzel)

Wiens Lateinamerikanerinnen kochen! Und das nicht nur, um euch mit einigen Leckereien aus Südamerika zu versorgen, sondern vor allem, um die Inhalte der lateinamerikanischen und spanischen Frauenbewegung mit euch zu teilen.
GlobalSista hat ein tolles Programm zusammengestellt, dass wir inhaltlich mit den 20000 Frauen Plattform-Diskussionen abgestimmt haben:
Am Samstag beginnen wir um 13:00 mit einem Vortrag über die 8 März Bewegung in Spanien und ihren Kampf gegen das Patriarchat – danach geht es weiter mit 14:00 – 16:00: Feministischer Widerstand „Aus! Aktion Umsetzung. Sofort.“
Um 17:00 blicken wir in den brasilianischen Wahlkampf, wo starke Frauen auf Jesusprediger und Faschisten treffen – wir diskutieren den Kampf der Zapatistinnen und Indigenen in Mexiko und die Rolle der Kolumbianischen Frauen im Friedensprozeß anhand einer Dokumentation. Ab 20:00 gibt es ausgewählte Kurzfilme aus Brasilien in Kooperation mit MCB — und zum Chillout treffen wir uns bei Kerzenlicht mit akustischer Musik.
Am Sonntag geht es um 13:00 mit dem Film „HomeSweetHome“ der AöF los, danach gleich weiter mit einer Bestandsaufnahme zu „Kindermüttern“ und Zwangsschwangerschaften in Lateinamerika, dem Kampf um sichere Abtreibung in Argentinien und dem Kampf gegen Feminizide in Venezuela.
Zwischen 16:00 und 19:00 steht die aktivistische Kunst im öffentlichen Raum im Mittelpunkt, mit Diskussionen und Performances von verschiedenen Kollektiven und Künstlerinnen: OBRA & Aiko Kazuko Kurosaki, Julia Starsky, Stixx-Frauen, PPC-Airlines Crew und Eva Brenner & Ensemble.
Danach wieder ein Kurzfilmprogramm von MCB und ein musikalisches Chillout.
Die globalsista Kollektiv Frauen haben einige Cocktails und spezielle Drinks im Programm, es gibt Kleinigkeiten zu Essen und zu naschen.
Wir freuen uns auf Eure Teilnahme, wenn ihr Lust habt, Essen beizusteuern seid ihr herzlich willkommen!
Liebe Grüße
Silvia

Das Programm:
Samstag 1.9. :
12:00 – 13:00: Chorprobe – Hino do Povo Brasileiro
13:00 – 14:00: Die spanische Frauenbewegung 8M
„El movimiento feminista 8M del Estado español y su lucha contra la justicia patriarcal y la violencia machista.“ Vortrag und Diskussion mit
Marta Juanita Rodríguez: NiUnaMenos Austria, FeMiGrantxs, La Internacional Feminista & Coordinadora Huelga Feminista 8M Estado español
Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch

14:00 – 16:00: Feministischer Widerstand „Aus! Aktion Umsetzung. Sofort.“
Input: Käthe Knittler, Mit Vertreterinnen der Plattform 20000frauen, femme fiscal, Frauen*volksbegehren 2.0, Wide, Frauenstreik, Heißer Herbst, globalSista.

16:00 – 16:30 FREE LULA Kundgebung bei der ÖGB Bühne
gemeinsam mit ÖGB Weltweit Miteinander und GLB kurze Solidaritätskundgebung auf der Gewerkschaftsbühne

17:00 – 18:00 Machismo, Jesus und Gewalt gegen Frauen im brasilianischen Wahlkampf
Diskussionsrunde mit VertreterInnen des Komitees FREE LULA AUSTRIA,
Input: Silvia Jura,
Sprachen: Deutsch, Portugiesisch, Portagnol

18:00 – 19:00 Mexico, der Kampf der Zapatistinnen und der Indigenen
Llevando la palabra de las compañeras Zapatistas y de Marichuy
Laura – del Colectivo Acción Solidaria con México

19:00 – 20:00 AMANECERÁ y VEREMOS: Mujeres Protagonistas de Paz en Colombia:
Welche Rolle die kolumbianischen Frauen im Rahmen des Friedensprozesses spielen, wird hier dokumentiert. Ruth Sierra-León (Kolumbien) führt in den Film ein. Anschließend Publikumsgespräch Sprachen: Deutsch, Spanisch
Organisation: „Colombia puede -Austria“

20:00 – 22:00 Mostra de Cinema Brasileiro MCB Viena:
4 Kurzfilme mit dem Schwerpunkt FRAUEN, die völlig verschiedene Themen, Herangehensweisen und sogar Regionen von Brasilien darstellen. Eine Auseinandersetzung mit den weiblichen Universen eines genau so breiten Universums. Die Filme stammen aus den Jahren 2015-2017 und wurden alle für das Festival MCB-Viena, 2018, selektiert. Kuratorin: Isabel C. Lehner
Ainda Sangro por Dentro– I Still Bleed Inside, Carlos Segundo (2016), 24′
Haraam, Kevin Albuquerque (2017), 30′
Rosinha, Gui Campos (2016), 14′.
Sem Você a Vida É uma Aventura, Alice Andrade Drummond (2015), 25

22:00 globalSista music chill out
Leise, aber unüberhörbar: akustische Session mit Musikerinnen

Sonntag 2.9. :
12:00 – 13:00: Chorprobe – Hino do Povo Brasileiro
13:00 – 14:00: Home sweet home
40 Jahre Frauenhausbewegung Österreich
Der Dokumentarfilm von Susanne Riegler zeigt die gesellschaftspolitische Dimension der Frauenhausarbeit, anschließend Diskussion.
Input: Maria Rösslhumer / AÖF – Plattform Gewaltfrei Leben

14:00 – 16:00:
• Kinderschwangerschaften in Lateinamerika
Embarazo y maternidad infantil forzada en América Latina – Vortrag von Drin. ius. Lupe Rodriguez Siu, (Peru) / Ni una Menos-Austria
• Abtreibung in Argentinien:
Lucha del movimiento de mujeres por el aborto legal, seguro y gratuito en Argentina
Vortrag von Natalia Hurst (Argentinien) / Ni Una Menos Austria
• Feminizide in Venezuela 2018
Vortrag von Zoraida Nieto (Venezuela) über die Gesetzeslage in Venezuela (Deutsch)

16:00 – 19:00 Aktivistische Kunst im öffentlichen Raum
Diskussion und Performances: Stixx-Frauentrommeln – Julia Starskymit „niemand will dich ! niemand hat dich eingeladen! “ – OBRA & Aiko Kazuko Kurosaki- „Frauenwahlrecht/ab-schaffungs/zentrale“– PPC: „How to stop deportation“ , Eva Brenner & Ensemble: Auszüge aus dem Brecht Stück Flüchtlingsgespräche 2018…

19:00 – 21:00 Mostra de Cinema Brasileiro MCB Viena:
4 Kurzfilme mit dem Schwerpunkt FRAUEN, die völlig verschiedene Themen, Herangehensweisen und sogar Regionen von Brasilien darstellen. Eine Auseinandersetzung mit den weiblichen Universen eines genau so breiten Universums. Die Filme stammen aus den Jahren 2015-2017 und wurden alle für das Festival MCB-Viena, 2018, selektiert. Kuratorin: Isabel C. Lehner
À Margem de Nós Mesmas, The Boundaries Within, Luiza De Andrade (2016), 1
Segundo o Sexo, According to Wishes, Gabriel Alvim (2016), 18′.
O Que Nos Olha, Ana Johann (2017), 71′.
Iluminadas, Enlightened, Gabi Saegesser (2016), 13′.

21:00 globalSista music chill out
Auf dem Heimweg… leise, aber unüberhörbar: akustische Session mit Musikerinnen

Impressum:
Frauenpunkt Plattform 20000 Frauen: www.zwanzigtausendfrauen.at
Programmzusammenstellung & Koordination globalSista.
silvia jura/globalista: grenzüberschreitende Kulturarbeit und Forschung, info@globalista.info, www.globalista.net
in Zusammenarbeit mit Plattform 20000 Frauen, Ni Una menos Austria, Columbia Puede, Huelga Feminista 8M, Colectivo Acción Solidaria con México, Mostra de Cinema Brasileiro, Komitee Free Lula Austria, Obra u.a.

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4. September 2018 More

26. Mai 2018 – Menschenkette für Frauen*rechte _ Bildergalerie

Fotos: ©Bettina Frenzel, wenn nicht anders angegeben

Fotos aus Graz:

26. Mai 2018 More

Menschenkette für Frauen*rechte am 26. Mai 2018

Frauen* denken weiter: Frauen*. Widerstand 2018

Die österreichische Regierung bestätigt bisher alle Befürchtungen: Die türkis-blaue Koalition ist damit beschäftigt, Verbindungen zu rechtsextremen Umtrieben kleinzureden, sie schnürt Überwachungspakete, macht Stimmung gegen Asylsuchende, attackiert kritische Medien und feilt am Sozialabbau – der Frauen immer ganz besonders hart trifft. Sämtliche Ministerinnen haben zudem erklärt, das Frauen*Volksbegehren 2.0 nicht zu unterschreiben.

Feministische Solidarität statt rechte Hetze!
Dieser rechtskonservativen Politik der Spaltung und der Ausgrenzung möchten wir ein starkes feministisches Zeichen entgegensetzen – mit DEINER Unterstützung! Am 26. Mai 2018 werden wir daher in Wien und anderen Städten in ganz Österreich Menschenketten für Frauen*rechte bilden. Radio Orange wird live berichten!

Presseaussendung hier zum Download!

Wir freuen uns über viele und immer mehr MitstreiterInnen. Folgende Organisationen unterstützen uns bei der Vorbereitung und Bewerbung, vielen Dank an Euch alle! Die Liste wird laufend erweitert und es werden immer mehr, danke!!!!:

Omas gegen Rechts, Grüne Frauen, SPÖ Frauen, OBRA, Frauenhetz, LEFÖ, Business & Professional Women, Verein frauenzimmer, Frauen*Volksbegehren 2.0, KPÖ Frauen, Linkswende Jetzt!, Plattform für menschliche Asylpolitik, MA57, Offensive gegen Rechts, SozialdemokratInnen und GewerkschafterInnen gegen Notstandspolitik, AUGE/UG, Grüne Migrant*innen, KZ Verband/VdA, TakeBackTheStreets, Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen, Das ​Iranische Wien, Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit, IG Kultur Wien, Bund demokratischer Frauen Österreich, Ni una menos, Junge Musliminnen Österreich, Margarete Schütte-Lihotzky Club, KosmosTheater, Frauenberatung Mostviertel Amstetten, Orient Express Wien, Frauenzentrum St. Pölten, Frauenberatung Waldviertel, Frauen* beraten Frauen*, Solidarwerkstatt, eop, ÖHakBild, Österreichischer Frauenring, SLP, Muslimische Jugend, SCnCC, Femme Fiscal, Amnesty International Austria, F18-TOGETHER WE STAND, FZ, Katholische Frauenbewegung Österreich, Evangelische Frauenbewegung in Österreich, Don Bosco Flüchtlingswerk, Frauen- und Familienberatungsstelle Kassandra, Buchhandlung ChickLit …

Vorab-Presseberichte:
Artikel in der Bezirkszeitung hier zu lesen! Ab Mittwoch 23.5.2018 in fast jedem Wiener Haushalt! Unbedingt die Bezirkszeitung lesen :-)))

woman.at berichtet hier!

Der Augustin hat in seiner aktuellen Ausgabe einen Artikel auf Seite 11 (©Bärbel Danneberg).

Ein großartiges Bewerbungsvideo von der Buchhandlung ChickLit, danke!!!

Rückschau auf die Menschenkette für Frauen*rechte

Radio Orange 94.0 hat unsere Aktion zweieinhalb Stunden live begleitet, dies kann hier nachgehört werden!


Unser Video, gefilmt von Emilie Cibulka, David Eglseer, Oliver Eglseer und Andreas Meissner, geschnitten und bearbeitet von Emilie Cibulka und David Eglseer. Vielen Dank!

Ein Video von Renate Sassmann:
https://youtu.be/3EuT4ZenMVE

Ein Video von Klaudia Mattern:
https://youtu.be/40Nfx7DbaRg

Ein Video von Jenny Olaya-Peickner:

Video von Rosa Danner auf Facebook:
https://www.facebook.com/rosa.danner

Auf Facebook von Christian Volek:
https://www.facebook.com/volek.christian

Auch auf Facebook von SozialdemokratInnen und GewerkschafterInnen gegen Notstandspolitik:
https://www.facebook.com/GegenNotstandspolitik/

Bericht von der Tiroler Tageszeitung über die Menschenkette in Innsbruck: www.tt.com

Fotos von AnnaLisa Erdemgil Brandstätter:
https://www.facebook.com/

Fotos von Ursula Prager-Ramsa:
https://www.flickr.com/photos

Die SPÖ-Frauen haben Fotos von Schottentor und Umgebung gepostet:
https://www.facebook.com

Fotos von Dimitra Inci:
https://www.facebook.com/dimitra.inci

Fotos von Christian Volek:
https://www.facebook.com/volek.christian

Fotos von der Menschenkette für Frauen*rechte von Bettina Frenzel

Künstlerinnen bei Menschenkette für Frauen*rechte am 26.5.2018

Oper: Angelica Dawson & Amelie Cserer

U3 Volkstheater/Bellariastraße: Chor06 Mariahilf

Schottentor: STiXX – Frauen trommeln

Schottenring: OBRA & Aiko Kazuko Kurosaki, KITANA Project

Schwedenplatz: Nobelchor & Singender Block

Urania/Julius Raab Platz: Grace Marta Latigo

Stubentor/Dr. Karl Lueger Platz: Laura Rafetseder

Schwarzenbergplatz/-gasse: Maren Rahmann

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Geplante künstlerische Acts bei der Menschenkette für Frauen*rechte sowie uns bekannt gegebene Treffpunkte einiger Gruppen:

 

Die Plattform 20000frauen organisiert die Menschenkette in Wien um 16 Uhr. Es gibt 8 Treffpunkte am Ring und Kai um 14:30 Uhr: Oper, Volkstheater, Schottentor, Schottenring, Schwedenplatz, Urania, Stubentor, Schwarzenbergplatz.

Wir haben überall Ordnerinnen, die beim Schließen der Kette helfen! Dankeschön!

Alle wichtigen Informationen zur Menschenkette für Frauen*rechte in Deutsch und Englisch hier nochmal zusammengefasst:

Newsletter 25. Mai 2018 – alle wichtigen letzten Infos für die Menschenkette für Frauen*rechte, in Deutsch und in Englisch

Wo in Österreich gibt es noch Menschenketten für Frauen*rechte?:

 Menschenkette in Innsbruck! Alle Infos hier!

Auch in Graz passiert etwas:

Das Referat für feministische Politik der Uni Graz und das Referat für Gender, das Referat für Gender und Gleichstellung der KUG, das Referat für Frauenpolitik der HTU Graz und das Referat für Frauen und Gleichbehandlung der ÖH Med Graz laden zur gemeinsamen Aktion am 26. Mai um 16 Uhr ein.
An diesen Tag wird in Wien zur selben Zeit von verschieden Organisationen zur Menschenkette für Frauen*rechte aufgerufen. Wir zeigen unsere Solidarität und bilden am Vorplatz der Kunstuniversität ein Frauen*zeichen.
Auch die Aktionistas vom Frauenvolksbegehren zeigen sich solidarisch und werden bei der Aktion dabei sein.
Treffpunkt ist um 15:30 vor der Kunstuni. Wir freuen uns auf ein zahlreiches Kommen! (Facebooklink hier)

Und in Lienz/ Liebburg:

Menschenkette für Frauen*rechte
Motto: Friedensgeburt – Geburt des Friedens.  Herzliche Einladung:
Treffpunkt. Skulptur „die Tratschweiber“ Hof Liebburg/ Bezirksgericht

 

 Postkarte hier zum Download!

 

Geplanter Ablauf (in Wien):

Treffpunkt 14:30 Uhr an 8 verschiedenen Punkten (siehe oben). Von dort aus umrunden wir Ring und Kai.
Um 16:00 soll die Kette geschlossen werden, Radio Orange wird uns live begleiten. Nach einer Schweigeminute singen wir zusammen folgende Lieder:

1. „Unter dem Pflaster, da liegt der Strand“ (Schneewittchen) -Link zur Musik

Unter dem Pflaster liegt der Strand, einer der bekanntesten Songs der Gruppe Schneewittchen, wurde 1976 von Angi Domdey getextet und komponiert. Der Titel geht laut Domdey auf einen Ausspruch des französischen Philosophen Pierre-Joseph Proudhon zurück. „Sous les pavés, la plage!“(dt. wörtlich: „unter den Pflastersteinen, der Strand“) war ein beliebter Slogan der Mai-Revolte 1968 in Paris und wurde von Arbeitern und Studenten an die Mauern geschrieben.
„Es ist ein Lied für die Phantasie und gegen die festgefahrenen, verhärteten Strukturen unserer Gesellschaft, gegen den harten Beton unserer Städte und die Versteinerung unserer Gedanken und Taten. Es ist ein Emanzipationslied, nicht nur für Frauen. Die Steine sollen nicht zum Werfen benutzt werden, sondern der Sand unter den Steinen zum Tanzen frei gelegt werden.“
– Angi Domdey (Aus Wikipedia)

Text hier zum Download als pdf!

2. „Frauen kommt her, wir tun uns zusammen“ (Flying Lesbians) – Link zur Musik

Text hier zum Download als pdf!

und dann tanzen wir noch zu Aretha Franklin’s „Respect“.
Das Ende ist für 16:30 Uhr geplant.

Gesucht werden auch noch Chöre:
Die Idee ist, dass so viele Chöre und andere Musiker*innen wie möglich (8 wäre fantastisch, scheint aber nicht mehr realistisch) die Aktion begleiten. Diese können sich dann ebenfalls um 14:30 Uhr an den jeweiligen Treffpunkten einfinden und von ca. 15:00 – 15:30 Uhr ein Konzert geben. Um 16 Uhr können die Musiker*innen als Teil der Menschenkette dann den gemeinsamen einstimmigen Gesang mittragen.
Wenn ihr mitmachen wollt, dann meldet euch so schnell wie möglich bei office@20000frauen.at, wir vernetzen Euch weiter.
Am Tag selbst müsst ihr dann selbstständig den Standpunkt aufsuchen und euch dort (evt. in Absprache mit den Ordner*innen) einen Platz suchen.

 

::: 1. Aufruf Menschenkette für Frauen*rechte ::: Jänner 2018 :::

Es ist Zeit, meinen nicht nur die Initiatorinnen des Frauen*Volksbehrens 2.0. Über hundert Frauen* sind am 7.November letzten Jahres dem Aufruf zu einem Aktionsplanungstreffen der Plattform 20000frauen gefolgt.

Im Aufruf hieß es:
„100 Jahre Wahlrecht für Frauen, 100 Jahre Kriegsende, 50 Jahre Zweite Frauenbewegung! Mittels Veranstaltungen und Aktionen wollen wir uns mit Frauen/Menschenrechten, Kriegstreiberei, Sozialabbau und allem, was uns wichtig ist, auseinandersetzen, Aufmerksamkeit erzeugen und auf die Straße gehen. Gemeinsam mit anderen Initiativen (Frauen*Volksbegehren 2.0, One Billion Rising Austria u.v.a.) werden wir den reaktionären Kräften in Österreich eine starke – und dringend notwendige – feministische Stimme entgegenstellen! In diesem Sinne: Don’t panic, sisters – organize!“ 

Zahlreiche Aktionen wurden am 7. November im KosmosTheater diskutiert und werden nun in verschiedenen Gruppen vorbereitet. Zwei der Vorhaben stellen wir im ersten Halbjahr 2018 in den Mittelpunkt bundesländerübergreifender Aktionen. Die Unterstützung des Frauen*Volksbegehrens 2.0 und eine dezentral in allen Landeshauptstädten und darüber hinaus organisierte Menschenkette für Frauen*rechte am Samstag, 26.Mai. Die Kette soll an allen Orten gleichzeitig um 16:00 geschlossen werden. 

Menschenkette für Frauenrechte, 26. Mai 2018 – Flyer

In Wien werden wir für eine Kette um den 1.Bezirk mobilisieren. Radio orange wird uns dabei live begleiten. Treffpunkt 14:30 Uhr. Die acht Orte, von denen aus wir den Bezirk umrunden, findet ihr hier auf der Webseite.

Inhaltliche Anknüpfungspunkte siehe auch hier!

Wir suchen Ansprechpartnerinnen in allen Bundesländern und stehen mit unseren Überlegungen zur Logistik zur Verfügung. Anfragen bitte an: office@20000frauen.at


Die Menschenkette für Frauen*rechte findet mit Unterstützung der MA57 (Frauenabteilung der Stadt Wien) statt – vielen Dank!

2. Februar 2018 More

Widerstand gegen Rechts

(Frauen)-Protest gegen Rechtsextreme in der Regierung

Demonstration am 13.1.2018


Brigitte Hornyik für die Plattform 20000frauen auf der Bühne

Angelobung am 18.12.2017

Tag X – FRAUEN*Protest-NACHT auf Facebook

Femme Fiscale am 18.12.2017 vor dem Burgtheater

18. Dezember 2017 More

Vernetzungstreffen 7.11.2017 im KosmosTheater

8. November 2017 More

Feministische Vernetzung statt rechter Hetze! Aktionsjahr 2018

Ein paar Bilder vom 7.11.2017

Einladung zur Mitgestaltung
7. Nov. 2017, 18.00 im Kosmostheater, 1070 Wien, Siebensterngasse 42

Wieder einmal fegt ein gewaltiger Rechtsruck durchs Land, die „neue“ ÖVP schmiedet nach einem unerträglich rassistischen Wahlkampf eine Koalition mit einer FPÖ, die so viele deutsch-nationale Burschenschafter in ihren Reihen hat wie noch nie zuvor: 20 der 51 Nationalratsabgeordneten der FPÖ sind nach Angaben des DÖW „völkisch korporiert“. Während die feministisch positionierten Grünen an der Vier-Prozent-Hürde gescheitert sind, wird für die ÖVP Gudrun Kugler in den Nationalrat einziehen – eine katholische Hardlinerin mit homofeindlichen Positionen und engen Kontakten zu radikalen AbtreibungsgegnerInnen.

Diese politischen Entwicklungen zeigen mehr als deutlich, dass einmal Erkämpftes jederzeit wieder infrage gestellt werden kann. Unter der Neuauflage von Schwarz-Blau wird uns ein eisiger Wind entgegenwehen: Es ist nicht nur mit weiteren Verschärfungen im Fremdenrecht zur rechnen, sondern auch mit einer Aushöhlung des Sozialsystems, mit massiven Angriffen auf das Selbstbestimmungsrecht von Frauen – und auf feministische Organisationen und NGOs, die sich für Menschenrechte stark machen.

2018 ist ein Gedenkjahr: 100 Jahre Wahlrecht für Frauen, 80 Jahre Kriegsbeginn, 50 Jahre Zweite Frauenbewegung! Mittels Veranstaltungen und Aktionen wollen wir uns mit Frauen/Menschenrechten, Kriegstreiberei, Sozialabbau und allem, was uns wichtig ist, auseinandersetzen, Aufmerksamkeit erzeugen und auf die Straße gehen.
Gemeinsam mit anderen Initiativen (Frauen*volksbegehren 2.0, One Billion Rising Austria u.v.a.) werden wir den reaktionären Kräften in Österreich eine starke – und dringend notwendige – feministische Stimme entgegenstellen!

Am 7. November treffen wir uns im KosmosTheater um 18 Uhr für ein erstes Planungstreffen, um an gemeinsamen Themen und Aktionen zu schmieden – alle interessierten Aktivistinnen* sind herzlich willkommen! Bringt auch eure Freundinnen* und Kolleginnen* mit!

In diesem Sinne: Don’t panic, sisters – organize!

4. November 2017 More

Vor Wahl: Zivilgesellschaft schließt Solidaritätspakt

Presseaussendung vom 4. Oktober 2017

Für soziale Sicherheit und Demokratie und gegen Angriffe auf zivilgesellschaftliches Engagement
Wien (OTS) – Wenige Tage vor der Nationalratswahl präsentieren Attac, epicenter.works, GLOBAL 2000, Greenpeace, die Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung, ÖBV – Via Campesina Austria, die Plattform 20000 Frauen, SOS Mitmensch, Südwind, die Volkshilfe und die Gewerkschaft vida einen Solidaritätspakt für den Schutz und Ausbau von zivilgesellschaftlichen Handlungsspielräumen, sozialer Sicherheit, Menschenrechten und Demokratie.

Ohne eine lebendige und von Millionen Menschen unterstützte Zivilgesellschaft und Gewerkschaften wäre es um Umweltschutz, Menschen- und ArbeitnehmerInnenrechte, soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und den Rechtsstaat in Österreich schlecht bestellt. Doch Angriffe auf viele dieser Errungenschaften und auf zivilgesellschaftliches Engagement und demokratische Handlungsspielräume werden immer häufiger. Dazu zählen:

– Der Abbau von rechtsstaatlichen Garantien, Grund- und Menschenrechten
– Einschränkungen der Versammlungs- und Meinungsfreiheit, offline und online
– Politische Einflussnahme auf die unabhängige Justiz sowie Angriffe und Anzeigen gegen RichterInnen
– Die Verschärfung von Überwachungsmaßnahmen
– Die Diskreditierung von NGOs, die Kürzung von Förderungen oder die Drohung, ihnen Geld zu entziehen
– Die Kriminalisierung von politischer Aktivität und legitimen Formen des Protests
– Der Versuch, bei unliebsamen Gerichtsentscheidungen die Verfassung zu ändern, um andere politisch gewollte Ergebnisse herbeizuführen
– Angriffe auf die demokratisch legitimierten Interessenvertretungen der ArbeitnehmerInnen und die innerbetriebliche Mitbestimmun
– Der Abbau von ArbeitnehmerInnenrechten und Angriffe auf den Sozialstaa
– Das Schüren von Vorurteilen gegen Bevölkerungsgruppe

„Wir rechnen auch in Zukunft mit weiteren Angriffen dieser Art. Mit dem Solidaritätspakt verpflichten wir uns gemeinsam unsere Stimme für die Demokratie, grundlegende Rechte sowie die rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen für zivilgesellschaftliches Handeln zu erheben. Wir werden dabei auch solidarisch Beistand leisten und aktiv werden – vor allem, wenn einzelne Bevölkerungsgruppen oder Organisationen staatlicher Repression ausgesetzt sind“, erklären die Organisationen.

Für eine funktionierende Demokratie müssen die Grundrechte der gesamten Bevölkerung geschützt werden. Demokratische Freiräume und eine aktive und starke Zivilgesellschaft sind mehr denn je notwendig, um solidarische und emanzipatorische Antworten auf die gegenwärtigen Krisen zu entwickeln.

Die InitiatorInnen laden weitere zivilgesellschaftliche Organisationen in Österreich ein, sich dem Solidaritätspakt anzuschließen.

Rückfragen & Kontakt:
Solidaritätspakt der Zivilgesellschaft
David Walch
0650 544 00 10
presse@attac.at

4. Oktober 2017 More