Category: handeln

Gefahr für das Grazer Frauengesundheitszentrum

Mit dieser Kampagne starten wir eine österreichweite Unterstützung für das Grazer Frauengesundheitszentrum. Bitte schreibt zahlreich Mails mit diesem – oder einen von Euch selbst verfassten – Text an die Adressen am Ende der Mail, um Eure Solidarität zu bekunden.
Diese Aktion kann und soll weiterverbreitet werden!

Sehr geehrte Stadtregierung, sehr geehrte Vizebürgermeisterin Schröck,
wie einer Pressemitteilung des Grazer Frauengesundheitszentrums zu entnehmen, hat die Stadt Graz den Vertrag mit dem Frauengesundheitszentrum gekündigt. Angeblich könne sich die Stadt Graz die Förderung sowie die laufende Indexierung nicht leisten, zudem seien die Indexierung und die fixe Fördersumme durch die Stadt Graz ungerecht gegenüber anderen Frauenvereinen, die jährlich neu um Förderungen ansuchen müssen.

Diese Aussagen sind empörend. Das Frauengesundheitszentrum leistet seit vielen Jahren wichtige feministische Basisarbeit und liefert unverzichtbare Expertise. Qualitativ hochwertige Arbeit in dieser Breite ist jedoch nur möglich, wenn das Frauengesundheitszentrum auch finanziell abgesichert ist. Viele Frauenvereine und NGOs leiden unter der unsicheren Fördersituation, wodurch Anstellungen kaum möglich sind und sehr viele Ressourcen in die Bearbeitung von Förderanträgen und -berichten investiert werden müssen. So tragen öffentliche Institutionen dazu bei, dass Mitarbeiterinnen von Frauenvereinen in prekäre Arbeitssituationen gedrängt werden.

Der Maßstab für finanzielle Förderungen können nicht andere Vereine sein, die weniger Geld bekommen, vielmehr muss die (einstige) Situation des FGZ Vorbild für Finanzierungsstrukturen sein.

Zudem ist es in Graz, in der Steiermark und in ganz Österreich gerade jetzt wichtig, in frauenpolitische Maßnahmen zu investieren und nicht das Wirtschaftskrisen-Sparprogramm auf dem Rücken von Frauen auszutragen – gerade, wo so viele gleichstellungspolitische Ziele nach wie vor nicht erreicht sind.
Es ist sehr schade, dass das Doku Graz im vergangenen Jahr aufgrund mangelnder Fördergelder (freiwillig) geschlossen hat. Wie es mit der Unabhängigen Grazer Frauenbeauftragten weitergeht, schein ebenfalls nicht klar zu sein. Dieser feministische Kahlschlag in Graz muss gestoppt werden! Ich fordere Sie daher dazu auf, dem Frauengesundheitszentrum wieder eine dauerhafte Förderung zu gewähren und in die Grazer Frauen-Einrichtungen zu investieren, die so wertvolle und wichtige Arbeit leisten.

Es braucht ein parteienübergreifendes Bekenntnis der gesamten Stadtregierung zur Gleichstellung der Frauen und Mädchen, zur Arbeit der Grazer Fraueneinrichtungen und der Bedeutung der Absicherung.

Mit freundlichen Grüßen

An:
buergermeister.nagl@stadt.graz.at, buergermeisterstellvertreterin.schroeck@stadt.graz.at, stadtrat.hohensinner@stadt.graz.at, stadtrat.eustacchio@stadt.graz.at, stadtraetin.kahr@stadt.graz.at, stadtraetin.ruecker@stadt.graz.at, stadtrat.ruesch@stadt.graz.at, potzinger.family@aon.at, alexandra.marak@gmx.at, Daniela.Grabe@gruene.at

4. Juni 2014 More

Wir brauchen sie! Die Frauenräume. Jetzt und in Zukunft.

Wir brauchen sie! Die Frauenräume. Jetzt und in Zukunft.
Ein Plädoyer der Plattform 20000frauen für die Frauenhetz und Frauenräume.

Liebe Aktivistinnen, Mitstreiterinnen und Interessentinnen!

Nach einer langen Zeit der Ungewissheit gibt es nun endlich gute Nachrichten. Die Frauenhetz wird es weiter geben! Aufgrund der Neugründung des Margarete Schütte- Lihotzky Clubs durch engagierte Frauen, die das Projekt – Kleinmuseum MARGARETE SCHÜTTE-LIHOTZKY RAUM – für die erste Architektin Österreichs realisieren, können nun zwei der schönen Hetz-Räume neu vermietet werden.

Dennoch ist jede mögliche Unterstützung in Form von Spenden (Überbrückung!) und auch in Form von Unterstützungs-mails für die Frauenhetz sehr wichtig und sehr willkommen. Schreibt doch ein Unterstützungsmail an: office@frauenhetz.at oder an office@20000frauen.at, wir leiten das gerne weiter!

Und besucht doch auch wieder mal die eine oder andere Veranstaltung in der Hetz!
Aktuelles Programm siehe: www.frauenhetz.at

Spendenkonto:
Bankverbindung:
PSK, BLZ 60 000
Kontonummer 920 22 807
BIC: OPSKATWW
IBAN: AT266000000092022807

Da ich es gerne übernommen habe im Rahmen meiner Mitarbeit in der Plattform 20000frauen für die Frauenhetz einen Unterstützungstext zu verfassen, so will ich das heute tun und auf Frauenräume allgemein ausweiten. Denn auch andere Frauenräume scheinen nicht gesichert und sind weiter (wieder) bedroht. Die Gründe dafür mögen ganz unterschiedlich, unter Umständen sogar im Einzelfall nachvollziehbar sein. Als Lauf der Dinge irgendwie, es mag der einen oder anderen sogar als eine mehr oder minder logische Entwicklung erscheinen, die aus den Erfolgen der Frauenbewegung selbst kommt. Doch lasst Euch nicht täuschen. Der Verlust wäre immens hoch. Unabschätzbar zur Zeit. Denn politisches Leben spielt sich immer auch in Räumen ab und Raum für Frauen ist nach wie vor nicht selbstverständlich verfügbar.

Die Verfügung von Frauen über Räume und öffentlichen Raum ist immer schon in politischen Kämpfen errungen worden und muss spätestens jetzt klug gesichert werden.
Die Straße ist gut für Aktionen und Demonstrationen, u.v.m.. Räume hingegen sind unverzichtbar für Verwurzelung, Verortung, Positionierung und Strategieentwicklung. Rückbindung. Auseinandersetzung. Diversität und Differenz. Noch ist die Entwicklung zur Abwicklung von Frauenräumen nicht unabwendbar, wenn wir wachen Auges die Bestände orten, sichern und auch weiter ausbauen! Damit Frauen Fuß fassen können, sich Raum nehmen können, wenn sich die Fragen neu stellen.
Es ist nicht leicht die Bedeutung der Weiterexistenz von Frauenräumen in Worte zu fassen, oder in ihrem zukünftigen politischen Gewicht zu messen oder zu wiegen und in allen Konsequenzen abzusehen. In Zeiten queerer Bewegungen und Aufbruch der Gender- und Geschlechtergrenzen, wird ein oft mehrdeutiger, auch widersprüchlicher möglicher Sinn erzeugt, der sich jedoch nur in der weiteren theoretischen und politischen Auseinandersetzung entwickeln und erschließen kann.

Unmittelbar greifbar wird der mögliche Sinn jedoch, wenn wir uns die Frauenräume, in Wien bspw., aus der politischen Landschaft nur mal ganz kurz probeweise wegdenken, als ehemals politische Anker, die durch beliebige Meistbieter am Immobilienmarkt zu cash gemacht und ausgelöscht wurden.

Denn auch wenn wir vielleicht da und dort selten vor Ort, in Frauenräumen sind, so sind wir doch historisch-politisch, im Bewusstsein ihrer Existenz, mit ihnen aufgewachsen, verbunden. Ein wesentliches Stück Frauengeschichte. Und potenzielle politische Zukunftswerkstätten!

Wir hatten sie bisher bitter nötig und wir brauchen sie gerade heute und in Zukunft noch viel mehr. Denn noch immer sind zentrale Forderungen von Frauen, ist die volle gesellschaftliche Teilhabe auf allen Ebenen bis heute nicht eingelöst. Manches scheinbar Errungene bereits wieder gefährdet!

FRAUENRAUM – als Schutz- und Geburtsraum für Widerständigkeiten aller Art und neue Lebens- und Gesellschaftsentwürfe, zur Wiederaneignung von Gestaltungs- und Handlungsmacht, Raum zur Förderung von Selbstermächtigung und Mitgestaltung – muss bewahrt werden!

Gemeinsam mit anderen Frauen – Zukunft entwerfen!

Edith Ertl-Hofinger

29. September 2013 More

„Besessene Frauen“ – Wider die Verfügbarkeit!

„Besessene Frauen“ – Wider die Verfügbarkeit!
Do, 7.3. – Sa, 9.3.2013 @ KosmosTheater

Frauentag-Special von KosmosTheater, Plattform 20000frauen und dem Österreichischen Frauenring

Foto von Demonstration 19.3.2011

19.3.2011, Demo für Frauenrechte, ©Bettina Frenzel

Preis: 7.3., 8.3.: Eintritt frei
9.3.: Unkostenbeitrag € 10,– (inkl. Buffet)

Ort: KosmosTheater, Siebensterngasse 42, 1070 Wien

Moderation: Petra Unger

Do, 7.3., 20 Uhr „Der lange Arm der Kaiserin“, Film von Susi Riegler
Aufklärung ist ein Tabu. Verhütung ist ein Tabu. Schwangerschaftsabbruch ist ein Tabu. Worüber wird dann überhaupt noch geredet?
Im Anschluss Podiumsdiskussion mit Susi Riegler, Brigitte Hornyik, Sarah Diehl u.a.
Eintritt frei.

Fr, 8.3., 20 Uhr Wählen.Frauen.Stimmen.
Interaktiver Workshop der Plattform 20000frauen zu den Themen der Zurichtungen im prekären Leben, der Sorgerechte ohne Pflichten, der Ausschlüsse durch rassistische Gesetzgebungen und der Widerstandsformen im Wahljahr 2013.
Fortsetzung: 9.3., 13.00 Uhr, im Café 7Stern.
Eintritt frei.

Sa, 9.3., 20 Uhr Fest wider die Verfügbarkeit
Spoken Word mit den Slammerinnen Yasmin Hafedh und Clara Felis, Weltmusik mit Jelena Popržan/Ljubinka Jokic’/Lina Neuner/Maria Petrova – drei Stimmen, vierzehn Saiten, zwei Bögen plus Percussion und Drums.
Djane Kollektiv Brunnhilde.
Unkostenbeitrag € 10,– (inkl. Buffet)

Besessene Frauen im Kosmostheater 2013

Besessene Frauen im Kosmostheater 2013


alle Fotos: ©Bettina Frenzel

7. März 2013 More

Occupy Patriarchy! Zeltstadt der Frauen

Für den Frauenaktionstag am 12. Mai werden wir eine Zeltstadt der Frauen auf der Wiener Ringstraße errichten und das Patriarchat symbolisch und real belagern. Wir beziehen uns mit dieser Aktion im öffentlichen Raum auf die sozialen Bewegungen weltweit, die für eine demokratische und gerechtere Welt kämpfen und die Auswirkungen der aktuellen Wirtschafts-, Finanz- und Politikkrise nicht einfach hinzunehmen bereit sind.

Seit dem 1. Internationalen Frauentag sind 101 Jahre vergangen. Wir stehen in dieser Tradition des Kampfes und signalisieren am 12. Mai: keine Lösung der Krise(n) auf Kosten von Frauen! Die Ausdehnung der Zeltstadt hängt von der Anzahl der Teilnehmerinnen und Zelte ab. Wir als Plattform werden 28 größere, geräumige Themen-Zelte zur Verfügung stellen. Machen wir den Ring zum Frauen-Ring! Beteiligt euch zahlreich und mobilisiert andere! Nehmt Zelte mit, meldet Bedarf an, besetzt Zelte mit euren Themen und Anliegen in Workshops, Aktionen und Beiträgen. Füllen wir den Platz mit Frauen, unseren Anliegen und Forderungen!

Programmdownload


Für alle Frauen aus den Bundesländern: Es gibt wieder die Möglichkeit, mit ÖBB-EVENTticket anzureisen.
Informationen und Buchungen

Treffpunkt: Parlament

Geplanter Ablauf:
12. 5. 10.00-22.00 auf der Ringstraße Operngasse bis Schottentor, es gibt einen Infopoint ab 9.00 beim Parlament

Bringt Eure Themen, Anliegen, Proteste und Forderungen! Und vor allem: KOMMT zahlreich aus allen Bundesländern! Hunderte, Tausende!

Bringt Zelte zum Aufstellen und Töpfe zum Trommeln. Es gibt Musik, gutes Essen und jede Menge brennender Themen zu besprechen!

Es wird auch eine Live-Schaltung zur 12.Mai-Veranstaltung in Kärnten geben!
Hier das Plakat

Themenzelte und bereits angemeldete Zelte von Gruppen und Initiativen!

Beteiligt euch! Die Gruppen sind für eure Beiträge offen

Prinzipiell ist alles ein Zelt, das in etwa nach Zelt aussieht oder auch symbolisch zum Zelt erklärt wird, z.B. große Kreidekreise am Boden, große weiße Tücher, lange Stoffbahnen mit Forderungen, alles, auf dem „ZELT!“ steht und am Boden ausgelegt werden kann, auch Papierzelte in allen Größen; auch viele Sesselkreise ohne Zeltdach. Besonders geeignet sind auch stabile Sonnenschirme, Strandhöhlen, Indianerzelte u.v.a.m. Der Phantasie und Kreativität sind keinerlei Grenzen gesetzt – einzige Anforderung: das Ganze muss stabil und sicher sein.

Da wir die Ringstraße besetzen, wird ein Teil der Zelte auf Asphalt, ein Teil auf den Rasenstreifen links und rechts der Straße aufgestellt. Für Asphalt gibt es eigene Zeltarten ohne Bodenverankerung: Faltzelte, aufblasbare Zelte oder auch Wurfzelte. Wenn ihr noch Fragen dazu habt, nehmt Kontakt [office[at]20000frauen.at] auf! Wenn du schon sicher bist, dass du mit einem Zelt kommen wirst, genügt eine e-Mail unter Angabe der Zeltgröße und – wenn vorhanden – eines Protest-Themas an.

Per Facebook anmelden!

Download der Unterlagen

Veranstaltungsliste zum Flyerverteilen

Adressliste nach Bundesländern zur Flyerabholung

Waschzettel

Presse:

Radio Wien Stadtjournal 12:00 “Occupy Patriarchy – Wiener Ring von 20000frauen besetzt”

Kleine Zeitung „Aktivistinnen besetzten mit Zeltstadt Ringstraße

APA ots „Frauenberger begrüßt Initiative der Plattform 20.000 Frauen“

FM4 Occupy Patriarchy

Die Standard Patriarchatsbefreit und voller Möglichkeiten

Vienna.at Ring wird am Samstag wegen Zeltstadt der Frauen gesperrt”

APA ots „SP-Berger-Krotsch/Grünen-Wurzer: ÖVP tritt Frauenanliegen mit Füßen“

news.at „ÖVP wettert gegen Frauen-Event“

ceiberweiber „Mitmachen bei der Zeltstadt der Frauen „

woman „Zeltstadt der Frauen – Occupy Patriarchy! Participate!“

Stadtteilradio Maxglan im Mai: Zeltstadt der Frauen

Emma „News: Occupy Patriarchy! Zeltstadt der Frauen am Samstag in Wien“

dieStandard “Jede kann Zelte und Forderungen aufstellen!”

cba “Zeltstadt der Frauen – Plattform 20000 Frauen”

vienna.at “Zeltstadt der Frauen am Wiener Ring für mehr Gleichberechtigung”

dieStandard “Ring wird zum Frauenring”

Ceiberweiber „Occupy Patriarchy! Zeltstadt der Frauen am 12. Mai 2012“

diePresse.com „Frauen-Demo: Wiener Ring wird am 12. Mai besetzt“

an.schläge-Artikel zum Thema

*Haftungsausschluss: Die Teilnahme an der Zeltstadt der Frauen ist selbstverantwortlich. Die Veranstalterin Plattform 20000frauen haftet nicht für etwaige Schäden und Kosten.

Feedback an die Veranstalterinnen
 

4. April 2012 More

Pensionsantrittsalter – Stellungnahme der Vorsitzenden der SPÖ Frauen OÖ

Liebe Freundinnen!

Ich teile Eure Einschätzung und als Vorsitzende der SPÖ Frauen OÖ habe ich gemeinsam mit meinen Kolleginnen in Oberösterreich auch dagegen Stellung genommen, weil wir die vorzeitige Anhebung des Pensionsantrittsalters bei gleichzeitiger Vorenthaltung der tatsächlichen Gleichstellung für einen frauenpolitischen Vertragsbruch halten.

Wie ihr es selbst formuliert, wurde die Anhebung des Frauenpensionsalters schon 1992 allerdings gemeinsam mit einem Gleichstellungspaket beschlossen. Die damalige Frauenministerin Johanna Dohnal schnürte gemeinsam mit den Frauen des ÖGB, der AK und aller im Parlament vertretenen Parteien, mit Ausnahme der FPÖ, ein sogenanntes „Gleichbehandlungspaket”, das die Schlechterstellung bzw. Diskriminierung von Frauen in gesellschaftlicher, familiärer und ökonomischer Hinsicht abbauen sollte. Die darin angeführten Maßnahmen waren, so Johanna Dohnal, „als Gesamtschau der aus Frauensicht notwendigen Mindestvoraussetzungen zu sehen, die realisiert oder eingeleitet werden müssen, bevor schrittweise eine Angleichung des Pensionsanfallsalters wirksam werden kann”

Wir haben als SPOÖ Frauen einen Antrag dazu beschlossen mit dem Titel: Nein zum frauenpolitischen Vertragsbruch: Für echte Gleichheit und gegen Mogelpackungen: Gleiches Pensionsalter bei tatsächlicher Gleichstellung! Keine vorgezogene Anhebung des Pensionsantrittsalters für Frauen!

Ich schicke euch im Anhang unseren Antrag, den wir auch beim SPOÖ-Landesparteitag einstimmig beschlossen haben. Wir sind überzeugt, dass wir uns gegen eine gleichstellungspolitische Mogelpackung verbünden und stark machen müssen. Ganz besonders wichtig wäre es deswegen, die ÖVP Frauen davon zu überzeugen, dass ihre Forderung nach vorzeitiger Anhebung ein Rückschritt und Sparen auf Kosten der Frauen ist. Ich sage das nicht, um meine Kolleginnen der ÖVP-Parlamentsfraktion ins „böse Eck“ zu stellen. Ich weiß schon, dass manche in unseren Reihen da auch „lauter“ nachgedacht haben. Für ein breite Frauenallianz, die ja auch 1992 Basis für das Gleichbehandlungspaket war, wäre es aber hilfreich, wenn wir eben jene auch von den negativen Folgen einer vorzeitigen Anhebung überzeugen können.

Mit solidarischen Grüßen,

Sonja Ablinger
SPÖ Frauen OÖ


Initiativantrag der SPÖ- und FSG-Frauen Oberösterreich

22. Januar 2012 More

Gesucht: Pool an Autorinnen für Stellungnahmen

Da wir uns vorgenommen haben, regelmäßig Stellungnahmen zu aktuellen politischen Entwicklungen aus feministischer Perspektive zu veröffentlichen, um positiven Veränderungen für Frauen politisch Nachdruck zu verleihen, suchen wir einen Pool an Autorinnen – ideal wäre eine Arbeitsgruppe -, die das übernehmen können.

Nimm Kontakt auf!

24. Dezember 2011 More

ÖGB-Frauen: Keine vorgezogene Anhebung des Pensionsantrittsalters für Frauen

Der ÖGB- Bundesfrauenvorstand hat am 15.11. einstimmig folgende Resolution beschlossen:

Bisherigen Diskussionen zur vorzeitigen Anhebung des Frauenpensionsalters erteilten die ÖGB-Frauen eine klare Absage. Eine vorgezogene Angleichung des Antrittsalters würde zusätzliche Problemfelder – besonders am Arbeitsmarkt – aufwerfen, aber für viele Frauen keine finanziellen Vorteile bringen. Nach derzeitiger Rechtslage soll ab 2019 das Pensionsalter für vorzeitige Alterspensionen und ab 2024 die reguläre Alterspensionsgrenze jährlich um 6 Monate erhöht werden, um das Antrittsalter der Frauen an das der Männer anzugleichen. Dies wurde 1992 in der Annahme festgeschrieben, dass der Gleichstellungsprozess bis dahin erfolgreich beendet ist.

Gegenüber den betroffenen Jahrgängen muss ein Vertrauensschutz gewährleistet sein, da sich die individuelle Lebensplanung (Pensionsübertritte, Altersvorsorge) danach orientiert.

Diese Resolution soll ein klares Statement setzen und wesentliche Fakten, die gegen eine vorgezogene Anhebung des Antrittsalters sprechen, aufzeigen. Die ÖGB-Frauen lehnen eine Verschlechterung der aktuellen gesetzlichen Bestimmungen ab.

Aktive Gleichstellungspolitik – Benachteiligungen beseitigen

Bis heute ist die faktische Gleichstellung – gesellschaftlich und wirtschaftlich – nicht Realität. Prioritäten sind das Schließen der Einkommensschere sowie die Mehrfach-Belastungen für Frauen zu verringern. Der „Gender Gap“ erstreckt sich bis ins Pensionssystem, wobei die unzureichende Altersversorgung oft Ergebnis typischer Frauenerwerbsverläufe ist. Denn die Einkommens- und Karriereentwicklung verläuft bei Frauen anders als bei Männern, was sich negativ auf die Pensionshöhe auswirkt. Durch Änderungen im Pensionsrecht wie die Ausweitung des Bemessungszeitraums auf lebenslange Durchrechnung wird sich dieser Effekt jährlich verstärken. Es gilt, die Benachteiligungen für Frauen während des Erwerbslebens auszugleichen und sie nicht durch eine vorgezogene Angleichung des Pensionsalters noch zu verstärken.

Risikofaktoren am Arbeitsmarkt durch Angleichung des Pensionsalters

Bedeutsam für eine Steigerung der Erwerbsquote ist die Rolle des Arbeitsmarktes und eine erfolgreiche Erwerbsintegration von Frauen. Umfassende arbeitsmarktpolitische Maßnahmen sind dazu erforderlich. Jedoch sind die Folgen der Krise noch nicht bewältigt und die Budget-konsolidierung steht bevor. 2010 mussten Frauen fast den gesamten Verlust von Vollzeitarbeitsplätzen tragen. Aktuell steigt die Arbeitslosigkeit v.a. bei Älteren.

. Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit durch Angleichung des Pensionsantrittsalters der Frauen an jenes der Männer wird Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen haben

. Verdrängungseffekte sind möglich, d.h. der längere Verbleib der Frauen am Arbeitsmarkt kann die Erwerbschancen Jüngerer und von Risikogruppen beeinflussen

. Selbst ein massiver Einsatz beschäftigungspolitischer Maßnahmen wird das Mehrangebot an Arbeitskräften nicht vollständig durch zusätzliche Nachfrage auffangen. Neben Konjunktur-lage und individuellem „Marktwert“ spielt auch die Arbeitsmarktsegregation eine Rolle.

. Qualifizierte Vollzeitarbeitsplätze oder Prekarität? Arbeitsmarktteilhabe und Verdienstmöglichkeiten beeinflussen Beitragszahlungen und Pensionshöhe. Nennenswerte finanzielle Effekte werden jedoch ausbleiben, wenn der verlängerte Erwerbszeitraum in atypischen Jobs überbrückt werden muss (sofern Erwerbstätigkeit bis Pensionsantritt überhaupt möglich ist).

. Um die Risiken der Arbeitslosigkeit abzufedern, müssen rechtzeitig Maßnahmen initiiert werden. Allerdings wirken beschäftigungspolitische Instrumente, Gesetzesänderungen, Sensibilisierungsmaßnahmen und Subventionsanreize nicht von heute auf morgen.

Resolution der ÖGB-Frauen

GPA : NEIN zur vorzeitigen Angleichung des gesetzlichen Regelpensionsalters für Frauen und diesbzgl Presseaussendung


DerStandard
berichtet!


Initiativantrag der SPÖ- und FSG-Frauen Oberösterreich

26. November 2011 More

Aufruf: Kollektivvertrag für KindergartenpädagogInnen!

MetallerInnen haben einen, FrisörInnen haben einen, VerkäuferInnen und PflegerInnen haben einen. Nur wir Kindergartenpädagoginnen haben keinen- Kollektivvertrag!

Nun sind die Lohnverhandlungen der Metaller abgeschlossen. Eine starke Gewerkschaft haben sie hinter sich. Schon da hat es gebrodelt in vielen von uns: Wo ist die starke Gewerkschaft, wenn‘s um die KindergartenpädaogInnen geht?
Ein Beruf, der Gesellschaft stark mitgestaltet und ohne den ein Land still stehen würde.

Unlängst sprach Katzian, Chef der Gewerkschaft der Privatangestellten auf Ö1 davon, dass speziell in Frauenberufen Verbesserungen bei den Kollektivverträgen erzielt werden sollen. Wir freuen uns sehr, dass die GPA-djp sich nun endlich unserem Thema widmet!
Wir nehmen Sie, Herr Katzian, beim Wort und erwarten uns nun kokrete Handlungen die die Arbeitskonflikte der KindergartenpädagogInnen der letzten Jahren unterstützen und gemeinsam mit uns und unseren BetriebsrätInnen für einen Kollektivvertrag zu kämpfen.

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass wir Beschäftigten etwas erreichen können. Aber nur, wenn wir konstant den Druck aufrecht erhalten und dazu gehört es auch, die Gewerkschaften in ihre Verantwortung zu nehmen.

Wenn DU/ SIE was tun wollt, dann schließt euch uns an-Kollektiv Kindergartenaufstand
schluck nicht mehr-mach Druck…

30. Oktober 2011 More

Gesucht : Redakteurinnen/Programmiererinnen

Wir [derzeit ein Webteam aus drei Personen zum Umbau der Webseite vorhanden] brauchen für die konstante Betreuung der Website unbedingt Verstärkung! Wenn du dir weitgehend selbstbestimmte Redaktionsarbeit vorstellen kannst und grundlegende Programmierkenntnisse hast, also in PHP-Sprache und in WordPress bewandert bist und ein- bis zweimal die Woche Zeit hast, melde dich bitte!

Einschulung durch derztg. Redakteurin möglich, wenn gewünscht!

Interessentinnen – Kontakt: office@20000frauen.at oder webteam@20000frauen.at

11. August 2011 More

Who we are

Die Plattform 20.000 Frauen hat sich zur Vorbereitung der Demonstration anlässlich von 100 Jahren Internationalem Frauentag am 19. März 2011 zusammengefunden und sich zum Anliegen gemacht, die Frauenbewegung(en) in Österreich mit ihren Forderungen sicht- und hörbar auf die Straße zu bringen.

Derzeit gehören ihr über 500 Projekte / Organisationen und Einzelfrauen, aus dem autonomen, Partei- und Gewerkschaftsumfeld und dem Migrationsbereich an. Die Mitfrauschaft ergab sich ursprünglich aus den Forderungen, die die betreffenden Frauen/-einrichtungen im Vorfeld der Demo an die Plattform geschickt haben und der Beteiligung an der Organisierung der Demonstration.

Sie ist prinzipiell offen, d.h., an Mitarbeit/Mitwirkung interessierte Frauen können sich jederzeit einbringen. Ausgeschlossen sind lediglich Frauen mit faschistischen, sexistischen und/oder rassistischen Haltungen.

Die Plattform 20.000 Frauen ist vieles: ein Frauennetzwerk, das unterschiedliche feministische Zugänge vereint, das als Bindeglied zwischen offizieller Frauenpolitik und feministischen Perspektiven fungieren will, das als Organisatorin von Kongressen, Setzerin von Menschenrechtsaktionen, Kommunikatorin und Mobilisatorin aktiv sein möchte.

Unsere Zusammenarbeit resultiert aus dem Bewusstsein, dass auch das herr-schende neoliberale und androzentrische System für Spaltungen zwischen Frauen verantwortlich ist und gemeinsames Handeln eine wirksame Gegenstrategie dazu bilden kann.

Eine Gruppe von Aktivistinnen trifft sich in dreiwöchigen Abständen an verschiedenen Frauenorten in Wien, u. a. um konkrete Aktionen zu planen und öffentliche Stellungnahmen zu frauenpolitischen und feministischen Anliegen zu beschließen.

Machen wir Druck um unsere 20.000 Anliegen durchzusetzen!

 

17. März 2011 More