Ceiberweiber „Occupy Patriarchy? Without me! „

(12.5.2012) Nicht, dass ich nicht dabeigewesen wäre, nicht, dass ich mich nicht auch darauf gefreut hätte. Aber ich lebe in der Realität, die man patriarchal nennen kann, und wo eine der Gruppen, die an der tollen Aktion teilnimmt, bei der Frauen(initiativen) den Wiener Ring mit Zelten besetzen, dafür mitverantwortlich ist, dass ich kaum Ressourcen habe.

Als ich zur Zeltstadt fahren wollte, musste ich mit Schrecken bemerken, dass mein Rad einen Patschen hat. Alternative wäre öffentlicher Verkehr, da ich keinen Fahrschein zuhause habe, kostet es in die Stadt € 2, 20 (im Bus) und retour, am Automaten in der U-Bahn-Station € 1,80. Das ist sehr viel Geld, wenn frau zusammen mit ein paar Katzen gerade mal etwa den doppelten Betrag jeden Tag ausgeben kann. Eine Fahrradreparatur, die wahrscheinlich nicht nur Mantel, sondern auch Schlauch betrifft, bedeutet, vier Tage zu hungern (bzw. tagelang von Kartoffeln und Mineralwasser zu leben).

Dies verdanke ich den Kabinettschef im Verteidigungsministerium, Stefan Kammerhofer, der auch andere im Auftrag der SPÖ gegen den Willen des Verteidigungsministers (und des Bundespräsidenten, des Generalstabschefs) existentiell ruiniert, wie Oberst Andreas Scherer vom Bunkermuseum, der nun in seiner Verzweiflung einen offenen Brief an alle Abgeordneten geschrieben hat. Wie Scherer komme ich zum Schluss, weil die SPÖ-Spitze auf nichts reagiert, dass die Partei (inklusive Frauenministerin) möchte, dass Kammerhofer das Leben von Menschen vernichtet.

Ich bin als kritische Journalistin im Visier, die loyal ist zum Minister (den Kammerhofer für die Partei offenbar im Schach halten soll, siehe offener Brief an Darabos) und zum Bundesheer. Es ist auch ohne meine Fahrradgeschichte absurd, dass die SPÖ an einer antipatriarchalischen Aktion teilnimmt und suggeriert, Mitbestimmung von Frauen sei erwünscht. Tatsächlich betrachtet „die“ SPÖ, wobei nicht ganz klar ist, wer die wenigen Personen (Männer?) sind, die sich als „die Partei“ bezeichnen und für diese entscheiden dürfen, jedwede Demokratie als Gefahr.

Man könnte den Kanzler verlieren, ist die Devise – egal, ob die Junge Generation beim Wiener Landesparteitag einen Antrag gegen den EU-Fiskalpakt stellt, dessen Annahme mit allen Mitteln verhindern werden muss. Gäbe es Mitbestimmung und Meinungsbildung, wäre der Antrag angenommen worden, siehe Blog der kritischen Sektion Acht. Am Arbeiten (und Leben) muss auch ein Politiker wie Norbert Darabos gehindert werden, der zu jenen Personen gehört, ohne die weder Gusenbauer noch Faymann Kanzler geworden wären.

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