Ablauf/Programmpunkte Muttertagsaktion
1. Aufritt von Maria Stern, eventuell auch Wort-Künsterlin (Anfrage läuft)
2. Speakers Corner ab 14 Clock (für uns Plattformaktivistinnen, wir werden aber auch andere Gruppen explizit einladen: Kindergarten uprising, Alleinerzieherinnen-Gruppen, Migrantinnen-Vereine, OH, OGB-women, SPÖ-Frauen, Green women, KP-Frauen….)
3. Kinder lesen oder rezitieren „revolutionäre“ Muttertagsgedichte
(that is: dichtet! Das erste Gedicht klingt mal so:
Love Mommy,
You are a treasure,
I wish you `NEN workplace.
You belong to the generation
without the prospect of pension.
Now You `NEN part time job.
The world economy is lousy and rude.
The looting on a grand scale
then applies much.
I do not understand really
and is from my poem
Regieanweisung: Möglichst leiernd und jede Zeile ein anderes Kind dran!
4. Spiel Mama-Monopoly: Detailinfos siehe unten, Jaqueline (SJ) übernimmt Folierung, Susanne wird mit anderen am Boden den Spielplan aufzeichnen, vor Ort am Boden mit verkleideten Aktivistinnen der Flashmobarbeitsgruppe à la Tempelhupfen zu spielen; eventuell Vorbesprechung beim nächsten Frauenplenum am 2.5. bei Intakt
5. Transparente (Slogans sammeln – z.B.: Ob Kinder oder keine entscheiden wir alleine; Mein Bauch gehört mir,– welche noch? – und Transparente malen, Flashmobarbeitsgruppe), liebe Bettina, kannst du auch das 20000 Frauen Plastiktransparent mitbringen, das wir am 19. 3. auf der Bühne im Einsatz hatten?
6. Kitschecke mit Kitschobjekten (alle Frauen, die zur Vorbereitung in die Gusshausstraße kommen, bitte Sachen mitbringen; welche kann die Kitschecke am Donnerstag zum Urban Loritz-Platz transportieren?). Utensilien wären bspw.: Plastikblumen, Liftballons, Blumenstöcke, Muttertagskarten aus dem Geschäft, klassische Muttertagsgedichte, Barbiepuppen u.a. Kinderspielzeug, Schminksachen, Stofftiere, bemalte Kochlöffel, Stöckelschuhe, Topflappen, etc..
7. Interaktion mit Publikum und Aktivistinnen: 2 Paper rolls (eine zu: Was ist Mütterlichkeit? Eine zu: Was ist Wirtschaftspolitik? Wir sammeln Statements)
Ein Plakat, wo wir draufschreiben:
Mütterlichkeit bedeutet: versorgen, verpflegen, behüten, betreuen, befrieden, verteilen, schlichten, vermitteln, kuscheln und wiegen, stillen und behüten, trösten und nähren, groß ziehen …(Frauen sollen sch auf der Strasse auch dazu schreiben können…..eine Papierrolle!)
Zweites Plakat:
Wir wollen mütterliche Wirtschaftspolitik, die bedeutet: Versorgen, Nachfrage Stillen, nachhaltige Produktion und Innovation nach sozialen, ökologischen Gesichtspunkten und regionalen Bedingungen, Ressourcen verteilen, Gehaltsunterschiede ausgleichen, Kooperationen statt Konkurrenzorientierungen, ……..(Frauen schreiben hier ihre Inputs drauf!)
8. Modeschau mit Hüten
Frauen bringen Schürzen mit, Ulli fragt Karin Bergmaier wegen Hüten, Margot, bringst du neben deiner Schürze mit Busen mit Glöckerl auch die Joe Cocker-CD mit You can leave your hat on mit?
9. Andere Verkleidungen
Heilige Maria-Kostüm, Kinder-Kostüme, was Euch einfällt, andererseits ist Verkleidung auch nicht unbedingt erforderlich (Ulli will als Ulli gehen, weil ihr die Mama-Klischees an A.. gehen, es gibt auch ganz andere habituelle Mütter);
10. Müttermanifest der Neuen Frauenbewegung (liegt auf, kann von Passantinnen mitgenommen werden, da nicht als Flugblatt geeignet, weil zu umfangreich)
11. We can do it-Schablone
Wenn frau ihren Kopf reinsteckt, kann sie alle möglichen aufmunternden Sprüche von sich geben
12. VALIE EXPORT Photos
zum Hausfrauendasein werden auf Dreieicksständern am Boden aufgestellt
13. Muttertagsslogans und Co.
Für Flugblatttext und Presseaussendung sind Abschnitte einsetzbar; ist mal eine Ideensammlung meinerseits zur Anregung und Kritik und Weiterverarbeitung etc.
Gegen die Instrumentalisierung von Mütterlichkeit
Für demokratische Bedingungen von gelebter Elternschaft
Get rid of the stench of the 50s,
into the 21. Century.
We demand
Bewegung in der Kindergarten-, Schul-, und Universitätsdebatte
statt Phrasen, Sparkurs und Stillstand.
Mutter-Kommerz, nein danke. Mutter-Debatten: ja bitte!
Statt Kommerz und Ideologisierung von Mutter-Sein
eine offene Diskussion über Strukturen und Bedingungen aktueller Versorgungs-, Education- and care work, die Frauen leisten!
14. Flugblatt/Manifest-Text
To 3. Mama-Monopoly:
Folierte Texte und geeignete Bilder werden auf den Gehsteig geklebt, mit folgenden Beschriftungen:
• Du wirst ein Kind bekommen -> Gehe in die Teilzeitecke!
• Du hast einen Konflikt in der Partnerschaft-> Gehe in die geteilte Obsorge-Ecke!
• Du wirst als „Kampflesbe“ beschimpft -> Nimm dir den Schimpf- und Schandmantel und geh zwei Felder nach vor!
• Du bist an die gläserne Decke gestoßen -> Gehe zurück an den Start!
• Du setzt dich mit deinen Freundinnen zum gemütlichen Tratsch zusammen -> Setze eine Runde aus!
• Dein Kind hat Schulprobleme -> Gehe in die Therapieecke!
• Du wählst einen typischen Frauenberuf -> Schenke ein Drittel deines Einkommens deinen männlichen Mitspielern!
• Mache einen Aufstieg in einer Organisation und verrate deine Grundsätze -> Herzlichen Glückwunsch! Du bist im Parlament und ab jetzt: Still!
• Du machst Frühjahrsputz und entledigst dich alter Rollenbilder -> Rücke drei Felder nach vor!
• Du hast schrille Gedanken -> Gehe in die Therapieecke und setze drei Runden aus!
• Du liest Frauenzeitschriften und bekommst Komplexe -> Gehe ins Krankenhaus zur Schönheits-OP!
• Du bist 50 -> Kauf dir einen Vorrat an Anti-Falten-Crèmes!
• Du gehst in Pension und stellst fest, dass du gar nie gearbeitet hast -> Schließ dich der Plattform 20000 Frauen an! Rücke zwei Felder nach vor und nimm eine Freikarte. Diese befreit dich von der Therapieecke!
• Du stellst fest, dass du schwanger bist und dein Chef dich kündigt -> Setze ein Jahr aus!
• Eine andere Frau solidarisiert sich mit dir -> Gehe 5 Felder nach vor!



